Umbau zum Kindergarten Nur die Giebelwand der Villa Lehmann in Rothenfelde steht noch

Von Andrea Pärschke


Bad Rothenfelde. Es sieht fast aus, wie eine Filmkulisse: Von der Villa Lehmann in Bad Rothenfelde steht nur noch die Giebelhauswand. Dahinter: nichts mehr. Das wird sich aber noch ändern. Ein Gebäude für einen Kindergarten soll sich in Zukunft daran anschließen.

Vor etwas mehr als zwei Wochen haben die Abrissarbeiten an der alten Villa Lehmann begonnen. „Eine pragmatische Lösung“, wie Iris Seydel, stellvertretende Bürgermeisterin des Kurortes auf Anfrage unserer Redaktion berichtet. Denn auf der einen Seite wolle man das ortsprägende ehemalige Wohnhaus des Salinendirektors, das derzeit der Schüchtermann Klinik gehört, erhalten.

Raumplanung

Auf der anderen Seite biete ein Neubau eine flexibelere Raumplanung für den künftigen Kindergarten: „So muss die Raumgestaltung der neuen Kita sich nicht an die Zwänge des alten Gebäudes orientieren“, erläutert die stellvertretende Bürgermeisterin die nun gefundene Lösung, der viele Diskussionen vorangingen und an deren Ende schließlich ein Teilabriss der Villa an der Ulmenallee erfolgte, sodass nun nur noch die Hausfront steht.

(Weiterlesen: So begann die Diskussion)

Das abgerissene Gebäude soll nun erweitert wieder aufgebaut werden und schließlich Platz schaffen für eine neue Kindergartengruppe: Die Gemeinde schafft so in Kooperation mit der Schüchtermann Klinik 18 weitere Kindergartenplätze. Fünf dieser Plätze sollen zunächst den Kindern von Klinikmitarbeitern vorbehalten sein. Mit im Boot ist auch der Träger des Kindergartens, die Pfarreiengemeinschaft am Teutoburger Wald. Bis die ersten Kinder den Kindergarten besuchen können, wird es noch ein wenig dauern. Vermutlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres werden die Arbeiten am Neubau schließlich abgeschlossen sein.

Dem Bau des Kindergartens sind vielfältige Diskussionen vorangegangen. Im Zentrum standen die Fragen: Soll die Villa Lehmann abgerissen, teils abgerissen oder komplett saniert werden? Deckt eine Kindergartengruppe überhaupt den Bedarf an Plätzen? Wie hoch sind die Baukosten?

884000 Euro

Diese waren während einer Sitzung des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses Anfang des Jahres auf 884000 Euro geschätzt worden – vorbehaltlich aller Unvorhersehbarkeiten. Den größten Anteil wird die Gemeinde tragen. Doch auch die Schüchtermann Klinik, das Bistum Osnabrück und das Land Niedersachsen werden sich voraussichtlich an den Kosten beteiligen.


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