Teileröffnung am 28. Juli Sanierung im Kurpark Bad Rothenfelde bald abgeschlossen

Von Andrea Pärschke


Bad Rothenfelde. Der Weg zum Kurmittelhaus ist bald wieder frei – obwohl die Sanierungsarbeiten des Kurparks noch nicht ganz abgeschlossen sind. Diese biegen mittlerweile auf der Zielgeraden ein.

Die besten Jahre hatten die asphaltierten Wege im Kurpark bereits hinter sich gelassen, als der Rat schließlich die Entscheidung zur Sanierung traf. Nun sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Am 28. Juli soll schon vor der offiziellen Eröffnung der Weg nahe des historisch so bedeutsamen Gebäudes geöffnet werden.

Spaziergang unter Kastanien

Der Rest wird ab Mitte August begehbar sein. Darunter ist auch ein neuer alter Weg: Der Kastanienweg: „Man hatte sich vor der Sanierung immer mal gewundert, warum die Kastanien so dicht beieinanderstehen“, sagt Bauamtsleiter Günter Rolf. Die Sanierung zeigt nun, was historische Fotos bereits offenbarten. Früher als der Weg vor dem Kurmittelhaus noch als Straße genutzt wurde, konnten dort im Schatten der Kastanien Fußgänger entlang spazieren. Bald ist das wieder möglich, vorher müssen aber noch letzte Arbeiten abgeschlossen werden, damit Fußgänger nicht versehentlich am Wegesrand herunterpurzeln. Denn der Weg wurde relativ hoch angelegt. Diese Lösung soll einerseits Fußgänger vor der natürlichen Stolperfalle bewahren und andererseits die alten Bäume schützen.

Einladung zum Verweilen

Doch bei der Sanierung dachte Landschaftsarchitektin Claudia Ermshausen, der Rat, sowie der Arbeitskreis „Kurpark“ nicht nur an einen gepflegten Spaziergang. Es ging auch darum, die Aufenthaltsqualität an dieser Stelle des Parks zu erhöhen, der mit seinen Salinen auch ein Anziehungspunkt für Gäste aus der Region darstellt. Doch ob Gäste oder Einheimische: Alle sollen in Zukunft länger verweilen können. Der Platz um den frisch aufgearbeiteten Kaskadenbrunnen ist deshalb erweitert worden. Auch vor dem Kurmittelhaus ist ein Platz entstanden. Eine Rundbank lädt zum Verweilen ein. Aber hier könnte in Zukunft auch Platz für mehr sein: Sowohl gestalterisch als auch veranstaltungstechnisch.

Für die ganze Familie

Fast ein bisschen verschämt stehen am Parkrand die noch nicht instand gesetzten Elefanten und Schildkröten aus Stein. Claudia Ermshausen prägte für diese Figurengruppen nahe der kleineren Brunnen den Begriff „Tierbrunnen“. Diese Tiere wie auch die Brunnen selbst sollen noch verschönert werde. „Früher gab es auch mit der Brunnentechnik immer mal wieder Probleme“, berichtet Günter Rolf. Diese Probleme sollen jedoch der Vergangenheit angehören. Niedrige Wasserfontänen werden neben den Tierfiguren in Zukunft aus dem Boden sprudeln. Daneben werden Bänke aufgestellt. „Die Kinder klettern immer gerne auf den Tieren herum“, so Bürgermeister Klaus Rehkämper. Mit den Fontänen erweitern sich die Möglichkeiten an Sommertagen.

Bepflanzung ab Herbst

Bis der Kurpark also endgültig in neuer Pracht erblüht, wird es wohl noch dauern. Übergangsweise wurde Rasen ausgesät und ein paar Blumen werden am Kurmittelhaus gepflanzt. Die angedeuteten Beete an den Wegen werden schließlich im Herbst mit Stauden und kleinen Hecken bepflanzt. Außerdem wird den Weg der frontal zum Kurmittelhaus führt mit Säuleneichen gesäumt. Jahreszeiten bedingt war eine Bepflanzung nicht früher möglich. Überhaupt war die Kurparksanierung auch auf Grund der Lichtsicht nur in einem engen Zeitfenster möglich. Etwa 700.000 Euro lässt sich die Gemeinde die Sanierung kosten, davon werden 200.000 Euro vom Land Niedersachsen übernommen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN