Blutspende für Biker Karibisches Flair für den roten Lebenssaft in Bad Rothenfelde

Von Alexander Heim

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Nicht die erste Spende: Anna Krjutschkow ließ sich von Isabella Römer das Blut abnehmen. Viele junge Leute waren diesesmal dabei. Foto: Alexander HeimNicht die erste Spende: Anna Krjutschkow ließ sich von Isabella Römer das Blut abnehmen. Viele junge Leute waren diesesmal dabei. Foto: Alexander Heim

Bad Rothenfelde. Bei der Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes standen die Tropen und Biker im Fokus. Sommer, Sonne, Ferienzeit. Das sind fraglos die schönen Seiten von Urlaub und warmen Tagen. Viele Motorradfans lockt es, die Maschinen aus den Garagen zu holen. Was dann zuweilen auch mit schweren Unfällen einhergeht. Um vorbeugend medizinisch für alle Fälle gewappnet zu sein, waren gerade die motorisierten Zweiradfans zum Spenden eingeladen.

Öl und Benzin im Blut und den Lebenssaft dann spenden – ob das geht? Es war zumindest ein besonderes Angebot, das der Ortsvereins Dissen-Bad Rothenfelde des Deutschen Roten Kreuzes da am Freitagnachmittag machte. Vier Stunden lang standen die Türen zum Feuerwehr-Gerätehaus offen, damit möglichst viele Spendenwillige einen halben Liter des zirkulierenden Lebenselexiers hergeben konnten. „Ich spende schon zum zweiten Mal in diesem Jahr“, verriet etwa Anna Krjutschkow. „Es kann immer etwas passieren und dann freut man sich, wenn Menschen sich Zeit genommen haben“, erzählt die 29-jährige Mutter von ihrer Motivation. „Ich bin immer wieder ein bisschen nervös davor. Aber es ist sehr viel weniger schlimm, als man sich das vielleicht vorstellt“.

Viele junge Leute

Gleich nebenan wird Denis Legler von einer Mitarbeiterin des insgesamt sechsköpfigen Teams, das eigens aus Springe angereist ist, betreut. „Ich helfe gerne“, unterstreicht der 19-jährige Schüler seinen Antrieb. „Es ist eine interessante Erfahrung, Blut zu spenden.“ „Es sind heute viele junge Leute da“, stellte auch DRK-Ortsvereins-Vorsitzender Hans- Ludwig Bockamp fest. Spenden darf, wer zwischen 18 und 72 Jahre alt ist. Jeweils acht Wochen müssen zwischen den Spenden vergehen. Ein Blutspendetermin will gut vorbereitet sein.

Karibisches Feeling

Acht Helfer stellte alleine der DRK Ortsverein an diesem Nachmittag. Schließlich gilt es zum einen den organisatorischen Ablauf zu regeln. Zum anderen aber durften sich die Spender natürlich auch wieder auf einen kleinen Imbiss im Anschluss an ihre Spende freuen. Der stand diesmal - so mitten in den Ferien - unter dem Motto „Karibik-Feeling“. Neben Brötchen, Blechkuchen, leckeren Salaten und Heißwürstchen lockten nämlich auch südländische und tropische Früchte. Und auch die Deko hatte das Team um Beate Bockamp ganz auf das Motto abgestimmt.

40 Spender in 90 Minuten

„Wir haben schon 40 Spender“, freute sich Hans-Ludwig Bockamp rund 90 Minuten nach Beginn der Sonderaktion, zu der die Ortsvereine vom Kreisverband Osnabrück eigens aufgerufen worden waren. Biker hatten bis dahin allerdings noch nicht den Weg an den Wesfalendamm gefunden. Dafür ein Jubilar, der von seinem Glück gar nichts wusste. Doch für Helmut Strohmann war es am Freitag das 75. Mal, dass er einem Aufruf zum Blutspenden nachgekommen war. Dafür überreichten ihm Beate und Hans-Ludwig Bockamp im Namen des DRK Ortsvereins einen kleinen Präsentkorb.

Termine

Übrigens: Für alle, die am Freitag keine Zeit zum Blutspenden gefunden hatten, wird es in diesem Jahr noch weitere Möglichkeiten geben. Am Dienstag, 9. August, kann ab 16.30 Uhr in der Realschule Dissen Blut gespendet werden. Am Freitag, 12. Oktober, stehen erneut die Türen zum Feuerwehr-Gerätehaus in Bad Rothenfelde wieder offen. Und: der Blutspendetermin neuerlich unter einem Motto. Das wird dann „Oktoberfest“ lauten - Weißwürstchen im Anschluss inklusive.


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