Das Carpesol wird fünf Sonnenstunden in Bad Rothenfeldes Therme

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Bad Rothenfelde. Vor fünf Jahren wurde das Carpesol eröffnet. Das wurde nun mit einem Familienfest vor den Türen der Therme gefeiert. Bei bestem Wetter fiel es Geschäftsführer Helmut de Witt, Bürgermeister Klaus Rehkämper, Landtagsabgeordnetem Martin Bäumer und Kreisrat Winfried Wilkens leicht, an die Sonnenstunden dieser Jahre zu denken. Doch sie wissen: Manchmal war es auch schattig.

„Ich denke, heute am fünften Geburtstag können wir sagen: Das Carpesol ist ein erfolgreiches Projekt“, eröffnet Geschäftsführer Helmut de Witt die Feierlichkeiten. Und auch Bürgermeister Klaus Rehkämper erinnert sich an den Tag vor fast genau fünf Jahren. „Bei genauso herrlichem Sonnenwetter waren wir alle frohenmutes“, berichtet er vom Andrang und von der positiven Stimmung damals. Mittlerweile sei das Carpesol „eine Erfolgsgeschichte“ – dafür sprächen auch die Zahlen. Gefeiert wird dies mit einem Familiensommerfest vor den Türen des Carpesols. „Wann immer man hier hergeht, sieht man in glückliche Gesichter“, beschreibt Winfried Wilkens die positiven Emotionen vieler Besucher. Neben diesen „emotionalen Komponenten“ sei das Carpesol für den Landkreis auch ein „Stück Infrastruktur“, das viele Menschen aus Nachbarregionen anzöge. „Wenn Menschen immer wieder kommen, kann irgendwas nicht ganz falsch sein“, findet Wilkens vorsichtig anerkennende Worte. Das Lob des Landtagsabgeordneten der CDU, Martin Bäumer fällt da schon deutlicher aus. Er spricht von der Strahlkraft der Therme: „Wenn wir auf unseren Landkreis aufmerksam machen wollen, brauchen wir keine Tiefgarage, sondern Leuchttürme“. Ein solches Projekt sei die Therme und dafür wolle er sich auch in Zukunft einsetzen. Gefeiert wurde dies mit einem Familienfest im kleinen Rahmen. Neben einer Hüpfburg und einem Imbiss, fand auch eine Autogrammstunde des VfL Profis Sebastian Klaas statt. Eine Zusammenarbeit, die der Vfl Osnabrück und das Carpesol in Zukunft intensivieren wollen. Auch ein Blick hinter den Kulissen sollte an diesem Nachmittag möglich sein.

Debatten und Spannungen

Und zwar nicht nur bei der Technikführung. Denn die Redner verheimlichen nicht, dass es im Hintergrund auch immer wieder rumorte und rumort – auch wenn, an dem sonnigen Nachmittag keiner seinen Fokus darauf legen wollte. Der Konflikt spielte sich vor allem zwischen dem Pächter Helmut de Witt und dem Eigentümer der Gemeinde ab. „Das es da Debatten gibt, liegt in der Natur der Sache“, so Bürgermeister Klaus Rehkämper, einer der wenigen Ratsmitglieder, der in der warmen Mittagssonne an den Feierlichkeiten teilnahm. „Ich bin allen sehr dankbar, dass sie die Spannungen ausgehalten haben“, so Martin Bäumer, der sich mit seinem Parteikollegen bei einem Cappuccino oder am Telefon immer mal wieder darüber austauschte: „Lasst uns mal nicht überreagieren, lasst uns das Kind weiterentwickeln“, sei am Ende dieser Gespräche immer wieder der Wunsch gewesen, dem sich Helmut de Witt anschließt: „Wir möchten gerne beharrlich in Richtung des anvisierten Zieles weitermachen“, sagt der Geschäftsführer. In der Vergangenheit seien auch Fehler gemacht worden. Und doch: Ein Betrieb brauche Zeit anzukommen.

Vorbildcharakter

Zeit, auf die de Witt auch positiv zurückblickt. „Ich bin voller Freude und stolz auf das Geleistete“. Sowohl die Besucherzahlen als auch die finanzielle Situation verbesserte sich Jahr für Jahr. „Über eine Millionen Gäste in fünf Jahren“, betont auch Winfried Wilkens und Klaus Rehkämper, weißt auf den Erfolg des sogenannten PPP-Modells hin, bei dem die Gemeinde Eigentümer ist und Betrieb und Gebäude verpachtet: „Es hat Vorbildcharakter“, berichtet er und erzählt von einigen Kommunen, die sich bereits über das Modell informiert haben: „Wesentlich für das Gelingen des Projektes ist die jährliche Zahlung der Pacht und der Nebenkosten und diese sind im vollen Umfang gezahlt worden“. Auch Martin Bäumer bekennt sich deutlich zum Carpesol, eine „Herzensangelegenheit“, die er auch in Zukunft unterstütze.


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