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02.07.2018, 18:44 Uhr KOMMENTAR

Erinnerungskultur macht Mut in Bad Rothenfelde

Ein Kommentar von Andrea Pärschke


Wehret den Anfängen: In Bad Rothenfelde wurden Plakate mit antijüdischem Inhalt aufgehängt. Die Reaktion war eindeutig: Die Plakate wurden schnellstmöglich entfernt. Foto: Daniel Reinhardt/dpaWehret den Anfängen: In Bad Rothenfelde wurden Plakate mit antijüdischem Inhalt aufgehängt. Die Reaktion war eindeutig: Die Plakate wurden schnellstmöglich entfernt. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Bad Rothenfelde. Hass mit Liebe begegnen, Angst mit Zuversicht und Trennendem Gemeinsamkeit und Vielfalt entgegenhalten. Man möchte hinzufügen: Dem Vorwurf „Erinnerungsterrorismus“ mit Erinnerungskultur begegnen. Wie es nun in Bad Rothenfelde geschehen ist.

Hass mit Liebe begegnen, Angst mit Zuversicht und Trennendem Gemeinsamkeit und Vielfalt entgegenhalten. Der Blick zurück zeigt, wie wichtig das ist. Denn schnell werden aus Hetzkampagnen Meinungen und aus dem Hass Weniger eine Massenbewegung. Was dagegen hilft? Ein stetiges Entgegenhalten, wie es nun in Bad Rothenfelde geschehen ist. Statt auf dem Weg zur Arbeit, vorbeizueilen, wurden die Plakate entfernt. Statt wegzusehen, zum Hinschauen aufgefordert. Dem Vorwurf „Erinnerungsterrorismus“ begegnete man im Kurort mit gelebter Erinnerungskultur. Das macht Mut. Vor allem in diesen Tagen.


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