Sanierungspläne Rat Rothenfeldes uneins über Sanierung der Münsterschen Straße

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Der Übergang von der Frankfurter zur Münsterschen Straße könnte eines der nächsten Projekte im Ortskern sein. Viele Ausschussmitglieder weisen jedoch darauf hin, dass es dringendere Baustellen gibt. Foto: Achim KöppDer Übergang von der Frankfurter zur Münsterschen Straße könnte eines der nächsten Projekte im Ortskern sein. Viele Ausschussmitglieder weisen jedoch darauf hin, dass es dringendere Baustellen gibt. Foto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. Der Westfälische Hof soll umgebaut werden und wieder seinen alten Glanz entfalten. Und die Münstersche Straße? CDU und FDP würden gerne einen Teilbereich nach dem Vorbild der Frankfurter Straße sanieren. Die Grünen und die SPD sprechen sich dagegen aus: Sie sehen andere Straßen auf der Prioritätenliste weiter oben.

Wie könnte eine Sanierung der Münsterschen Straße aussehen? Und wo – wenn überhaupt – sollten die Arbeiten beginnen? Um Möglichkeiten auszuloten, war das Planungsbüro SHP Ingenieure beauftragt worden. Nun stellte Jörn Janssen erste Varianten während des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses vor. Grundsätzlich sollte die Optik der Frankfurter Straße auf der Münsterschen Straße fortgesetzt werden. Los ginge es mit der Sanierung am Westfälischen Hof. Einem Bereich, der derzeit von dem Übergang zwischen der frischsanierten Frankfurter Straße und der Münsterschen Straße und einem Parkplatz geprägt ist. „Natürlich sind die Parkplätze wichtig“, sagte Janssen. Aus ästhetischen Gesichtspunkten schlage er vor, andere Lösungsmöglichkeiten zu suchen, zum Beispiel einen kleinen Außenbereich um den Westfälischen Hof mit Parkplatz. Ausschussvorsitzender Dirk Meyer zu Theenhausen (CDU) berichtete, dass eventuell ein Biergarten mit kleinem Außenbereich an dieser Stelle geplant sei.

Neuer Kirchplatz?

An diesem „östlichen Übergangsbereich“ schließt sich ein „enger Straßenraum“ an mit derzeit vielen Leerständen, der eventuell breiter gemacht werden könnte. Darauf folgt die dritte Zone, der „westliche Einfahrtsbereich“ im Bereich der evangelischen Kirche. Hier gibt es viele Möglichkeiten: Ideen für den Eingangsbereich zum Ortskern reichen von einer Gestaltung mit „Mini-Kreisel“, über ein „schlichte Lösung“, also eine reine Aufpflasterung, bis hin zu einer Einleitung der Straße durch eine Begegnungszone durch die Neugestaltung des Vorplatzes der evangelischen Kirche.

Verkehrssicherheit soll Vorrang haben

Die Pläne stoßen nicht nur auf Zustimmung – obwohl die Idee zur Sanierung der Straße fraktionsübergreifend positiv bewertet werden. SPD und Bündnis 90/Die Grünen kritisieren jedoch die Eile, mit der die Planungen vorangetrieben werden. Denn wenn die Sanierungen der Straße mit der Fertigstellung des Westfälischen Hofes beginnen sollen, müssten die Planungsarbeiten möglichst bald begonnen werden. Anna Kebschull (Bündnis 90/Die Grünen) und Frank Bunselmeyer (SPD) verweisen auf die Straßenbereisung, bei der eine Liste von notwendigen Straßenbaumaßnahmen angefertigt wurde: „Bei einigen Straßen geht es nicht nur um Verschönerung, sondern um Verkehrssicherung. Diese Baustellen sollten Vorrang haben“, sagte Anna Kebschull. Frank Bunselmeyer (SPD) stellte fest, dass bislang noch keines dieser Projekte durchgeführt oder begonnen wurde. Leslie Kell (SPD) stimmte zu: „Wir haben die Prioritätenliste nicht aus Spaß festgelegt“.

Sanierung gegen Leerstände

CDU und die FDP/Striedelmeyer-Gruppe argumentierten hingegen für eine zügige Fortsetzung der Pläne. Norbert Vater-Lippold (CDU) argumentierte, dass eine Sanierung der Münsterschen Straße wichtig für den Erfolg des Westfälischen Hofes sei. Denn eine sanierte Straße werde die Attraktivität des Entrées Bad Rothenfeldes erhöhen und dauerhaft die Leerstände im „Quartier am Kurpark“ beseitigen. Anna Kebschull wandte hingegen ein, dass die Aufwertung bereits mit der Sanierung des Westfälischen Hofes beginne. „Die Leerstände werden auch beseitigt, wenn die Straße nicht saniert wird“, zeigte sie sich überzeugt. Auf einen Konsens einigten sich die Ausschussmitglieder nicht. CDU und FDP stimmten mit vier Stimmen für die Fortsetzung der Planungen. Die Grünen und die SPD mit drei Stimmen dagegen.


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