FFH Gebiet Kleiner Berg in Bad Rothenfelde soll erholsam bleiben

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Ein Buchenwald ist etwas Besonderes. Im Waldgebiet Kleiner Berg soll er daher unter Schutz gestellt werden. Die Gemeinde Bad Rothenfelde möchte den Schutzverordnungsentwurf an der ein oder anderen Stelle auflockern. Symbolfoto: Willi RolfesEin Buchenwald ist etwas Besonderes. Im Waldgebiet Kleiner Berg soll er daher unter Schutz gestellt werden. Die Gemeinde Bad Rothenfelde möchte den Schutzverordnungsentwurf an der ein oder anderen Stelle auflockern. Symbolfoto: Willi Rolfes

Bad Rothenfelde. Der „Kleine Berg“ soll FFH-Gebiet werden. Die Gemeinde Bad Rothenfelde nimmt nun zu dem Entwurf der Schutzverordnung Stellung. Dabei geht es der Gemeinde um den Erhalt des Naherholungsgebietes. Zudem üben viele Akteure Kritik.

„Der Erholungsfaktor des Waldes ist für uns als Kurort wichtig“, erläuterte die allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters Iris Seydel während der Ratssitzung am Donnerstagabend. Es ging um eine Stellungnahme zum Entwurf der Verordnung über das Landesschutzgebiet „FFH-Gebiet Teutoburger Wald, Kleiner Berg“ des Landkreises Osnabrück. Rat und Verwaltung machten in der Sitzung ihr Anliegen deutlich: Es ginge ihnen darum, das Waldgebiet im Sinne der EU-Richtlinie zu schützen. Gleichzeitig soll der Kleine Berg erholsam bleiben.

Waldkitzel

So soll dort weiterhin unbeschränkt nach Herzenslust gewandert werden. Daher sollen Beschränkungen beim Unterhalt der Wanderwege verringert werden. Zudem soll der Wald teilweise auch abseits der Wege betreten werden dürfen. Denn nach Eintritt der neuen Verordnung wäre das verboten. Zudem spricht sich die Gemeinde gegen einen ganzjährigen Leinenzwang aus. Derzeit besteht nur eine Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit. Abseits dieser Monate, also zwischen April und Juli, bestehe bei durch die FFH-Richtlinie in diesem Wald geschützten Tiere (Fledermäuse und Fische) keine Gefahr durch Hunde. Außerdem soll die Bismarckhütte weitestgehend ohne besondere Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde bewirtschaftet werden können und auch das Aufstellen von Bild- und Schifttafeln sollte verwaltungstechnisch vereinfacht werden.

Kritik am Landkreis

Insgesamt lobte die Politik die gemeinsam mit der Verwaltung ausgearbeitete Stellungnahme. Franz-Josef Albers (SPD) kritisierte zudem auch, dass die neue Verordnung des Landkreises strenger sei als die Landesregierung die Umsetzung der EU-Richtlinie fordert: „Das erhöht nicht die Akzeptanz der Verordnung bei den Waldbauern“. Ausdrücklich lobte Alexander Kuchenbecker (CDU) die Stellungnahme: „Meine Frau und ich verlassen auch schon mal den Weg, es wäre schade, wenn das nicht möglich wäre“. Andreas Wernemann (CDU) brach zudem „die Lanze für die Waldbauern “, die über Generationen hinweg den Wald mitgeschaffen haben. Der Rat stimmte einstimmig für die Stellungnahme.


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