Mitreißende Tribute-Band „Queen May Rock“ im Kurhaus Bad Rothenfelde

Von Rolf Habben

Lieferten im Kurhaus eine mitreißende Show ab, die Formation „Queen May Rock“: (von links) Frontmann Michael Antony Austin, Bassmann Horst Zaunegger und Markus Hoppmann an der Lead-Gitarre. Foto: Rolf HabbenLieferten im Kurhaus eine mitreißende Show ab, die Formation „Queen May Rock“: (von links) Frontmann Michael Antony Austin, Bassmann Horst Zaunegger und Markus Hoppmann an der Lead-Gitarre. Foto: Rolf Habben

Bad Rothenfelde. Sie hatte bereits vor gut einem Jahr eindrucksvoll ihren Fingerabdruck hinterlassen, die im Köln-Bonner Raum ansässige Queen- Tribute-Band „Queen May Rock“. Am Samstagabend überzeugte die Truppe mit unsterblichen Hits und mitreißender Show erneut im ausverkauften Kurhaus Bad Rothenfeldes.

Es bedarf schon einer Menge gesunden Selbstvertrauens, in die Fußstapfen derartiger Giganten treten zu wollen, wie es die legendäre Band „Queen“ um Freddy Mercury war und noch immer ist. Der einzigartigen Stimme Mercurys oder dem virtuosen Spiel des Ausnahmegitarristen Brian May nachzueifern, ist ein nahezu unmögliches Unterfangen. Nicht von ungefähr versteht sich „Queen May Rock“ daher auch nicht als Cover-Band, sondern als Tribute-Band; das Vermächtnis des verstorbenen Sängers Mercury und Queen wach zu halten, ist das Anliegen der Band „Queen May Rock“.

Ausdrucksstarke Stimmen

Mit solidem Rock, mitreißendem Entertainment, ausdrucksstarken Stimmen und nicht minder furiosem Spiel ihrer Instrumente erinnerten sie überzeugend an die Shows ihrer charismatischen Vorbilder. Kennzeichnend für die Musik ihrer Idole als Crossover-Band ist die große stilistische Vielfalt. Sie entzieht sich damit allen Kategorisierungsversuchen. Queen mischte munter die Stile, von Rockabilly oder Disco-Funk bis hin zu Stadion-Rock mit „Radio Ga Ga“. Zu den bekanntesten Hits zählen Klassiker wie das von Mercury komponierte und in allen Stadien dieser Welt gesungene „We are the champions“ oder die erfolgreiche Single „I want to break free“.

Mit Frontmann Michael Antony Austins Bühnenpräsenz durch Gesang und Gestik, seinen Ausflügen bis in den Saal sowie Markus Hoppmann an der Lead-Gitarre, klopfte die Band wiederholt heftig an die Tür ihrer Originale. Wie beim Original mit Mercury und May, waren auch Austin und Hoppmann die tragenden Säulen der Performance im Kurhaus, ohne die Leistung der übrigen Musiker schmälern zu wollen. Horst Zaunegger am Bass holte alles aus seinen vier Saiten heraus, was herauszuzupfen war. Eindrucksvoll vor allem sein Spiel in „Another one bites the dust“. Marco M. Molitor überzeugte am Schlagzeug, besonders in seinem minutenlangen Solo als Intro zu Brian Mays Hymne „We will rock you“, Opener unzähliger Rock-Konzerte. Unverzichtbarer Bestandteil daher auch im Repertoire von „Queen May Rock“ und nachdrücklich vom Publikum gefordert. Florian Kremer am Keyboard sorgte schließlich für den orchestralen Background. Selbst mehrstimmige queentypische Chorsätze gelangen mit präzisen Einsätzen. Sogar an das nicht einfache „Bohemian Rhapsody“ wagte sich die Formation gekonnt heran, denn das hochtheatralische und eigenwillige Original war mehr als nur ein Song, es war eine Mini-Oper.

Dynamische Show

Mit ihrer individuellen Note und einer unbändigen Spielfreude brachten die Profimusiker die pure Rockenergie der Queen-Songs in einer dynamischen Show auf die Bühne. Das ebenso tanzfreudige wie fachkundige Publikum dankte es mit ausgelassenen Interaktionen und enthusiastischen Beifallsstürmen.

Wie stets diente das Spektakel im Kurhaus auch einem guten Zweck. Der Überschuss soll diesmal einem Projekt gegen Mobbing zur Verfügung gestellt werden, wie Veranstalter Peter Frömberg erklärt. Interessierte Institutionen in Stadt und Landkreis sowie aus dem angrenzenden NRW sind daher aufgefordert, sich unter peter.froemberg@googlemail.com bei ihm zu melden.