Gemüse, Kräuter und Stauden Breite Vielfalt beim Rothenfelder Pflanzenflohmarkt

Von Petra Ropers


Bad Rothenfelde. Der Termin steht bei vielen Gartenfreunden alljährlich fest in ihrem Kalender: Wenn der Frühling beginnt, wechseln auf dem Bad Rothenfelder Brunnenplatz Stauden, Sträucher, Kräuter und Gemüsepflanzen den Besitzer. Auch am Sonntag lockte der Pflanzenflohmarkt wieder zahlreiche Hobbygärtner an.

Seit vielen Jahren organisiert Luise Fischer im Rahmen des „Offenen Gartentores“ den Pflanzenflohmarkt, der seit seiner Erstauflage mit bescheidenen fünf Ständen eine stetig wachsende Zahl von Gartenfreunden beiderseits der Verkaufstische anzieht. Wegen des morgendlichen Regens seien zwar nicht alle Anbieter gekommen, stellte die Organisatorin fest, die selbst immer wieder gerne den Überschuss aus ihrem Garten mit anderen Liebhabern teilt. Dennoch war die Auswahl für die vielen Besucher groß.

Raritäten auf den Tischen

„Ich habe schon zwei Körbe voller Pflanzen zum Wagen gebracht“, sagte eine Hobbygärtnerin, während sie bereits die nächsten Neuzugänge für ihren Garten ins Auge fasste. So manche Rarität fand sich dabei an den Tischen und Ständen: „Nerine und Apfelprimel findet man so gut wie gar nicht mehr“, verriet Ariane Haarmeier, die interessierten Besuchern ihre blühende Oase in Bad Laer regelmäßig im Rahmen des „Offenen Gartentores“ aufschließt. Frisch aus ihrem Garten kam auch die weiß blühende Camassia, die sofort eine Liebhaberin fand.

Manches passt nicht mehr ins veränderte Gesamtbild. Anderes hat im Garten einfach überhandgenommen: So wie die Wildrose Tuscani, die Hartmut Schmidt mit zum Pflanzenflohmarkt brachte. Ihre Geschichte reiche zurück bis ins 16. Jahrhundert, erzählt er den Gartenfreunden: „Das war die erste Rose, die es in Europa gab.“ Und ihr Ableger brauchte nicht lange auf einen neuen Platz zu warten: „Die kommt an einen schönen, sonnigen Platz vor der Fachwerkwand“, freut sich ihre neue Besitzerin schon auf den insektenfreundlich blühenden Zuwachs im Garten.

Von Kräutern bis zu Seerosen

Nicht mit Blütenpracht, sondern mit ihren filigranen Blättern faszinierten unterdessen die Ahornbäumchen, die ein paar Meter weiter in breiter Vielfalt die Blicke auf sich zogen. Goldahorn, Drachenfächerahorn, Harfenseitenahorn und andere klangvolle Namen fanden sich darunter. Seerosen, Gemüsepflanzen von der Gurke bis zur Aubergine, vertraute und eher seltene Stauden – die Auswahl war groß auf dem Brunnenplatz. Vom Garten direkt in die Küche hieß dabei die Devise am Stand von Angelika Adam. Die Iburgerin bot zu ihren Kräutern auch gleich kulinarische Tipps für ihre Verwendung als Küchen- oder Heilkräuter.

Ohnehin sparten die Anbieter nicht mit hilfreichen Hinweisen für die Gartenfreunde. „Diese eignen sich sehr gut für Bratkartoffeln“, verriet etwa Christian Fischer über die „Angeliter Tannenzapfen“. Gemeinsam mit Luise Fischer brachte er nicht nur Stauden, sondern auch eine breite Vielfalt alter Kartoffelsorten mit auf den Brunnenplatz. „Die alten Sorten schmecken einfach besser.“ Und der Pflanzenflohmarkt trägt mit dazu bei, sie zu bewahren und ihre Vielfalt in die heimischen Gärten zu tragen.