Was Männer von Frauen unterscheidet Landfrauen Bad Rothenfelde: Geschlechterkunde zum Frühstück

Von Anke Schneider

Amüsierte ihre Zuhörerinnen beim Landfrauen-Frühstück in Bad Rothenfelde: Ulrike Tubbe-Neuberg aus Hannover. Foto: Anke SchneiderAmüsierte ihre Zuhörerinnen beim Landfrauen-Frühstück in Bad Rothenfelde: Ulrike Tubbe-Neuberg aus Hannover. Foto: Anke Schneider

Bad Rothenfelde. Männer sind anders – und Frauen auch. Und das ist kein Klischee, wie Ulrike Tubbe-Neuberg von der Landwirtschafskammer Niedersachsen beim Frühstück der Landfrauen Dissen, Bad Rothenfelde und Hilter feststellte. Unterschiede, die tatsächlich von Mutter Natur vorgegeben sind, machte sie in ihrem Vortrag „Männer gehen Einkaufen, Frauen gehen shoppen“ auf humorvolle Weise deutlich.

Frauen können nicht gut einparken – Männer nicht zuhören. Tausender dieser Behauptungen werden immer wieder aufgestellt. Und tatsächlich funktioniert das Gehirn eines Mannes anders als das einer Frau. „Ein Mann hat beispielsweise ein viel kleineres Farbspektrum“, erklärte Tubbe-Neuberg. Wenn er Kissen passend zum Sofa aussuchen solle, gehe das ziemlich sicher daneben.

Lieblingsthema Einkaufen

Deutlich würden die Unterschiede auch im Straßenverkehr. Wenn das Navi vorgebe, in 150 Metern müsse rechts abgebogen werden, wüssten Männer genau, wie viel 150 Meter sind. Frauen hingegen könnten das nicht abschätzen. „Deswegen haben Navis ein Display, auf dem der Straßenverlauf angezeigt wird.“

Wie bei der Büffeljagd

Schließlich kam die Referentin des Landfrauenverbandes auf ihr Lieblingsthema: das Einkaufen. Während Männer im Durchschnitt sechs Minuten bräuchten, um eine Hose für sich zu finden, würden Frauen dafür durchschnittlich drei Stunden und 45 Minuten benötigen. Männer gingen so zielstrebig auf die Hosen zu, wie sie es in der Steinzeit bei den Büffeln getan hätten. Frauen hingegen scannten zunächst den ganzen Laden, um ja keine Hose zu übersehen. „Und wenn sie dann eine gefunden haben, die hundertprozentig passt und auch preislich okay ist, was tut frau dann?“, fragte die Rednerin. „Sie geht zur Verkäuferin, lässt sich die Hose weghängen und sagt, sie komme in einer Stunde wieder.“

Laut Tubbe-Neuberg genießen Frauen das Einkaufen und denken dabei auch noch an die Nichte, die in Kürze Konfirmation hat, und an die Enkelin, die Nachbarin, die bald Geburtstag hat. Einem Mann würde das nie passieren. „Für ihn ist Einkaufen der pure Stress“, meinte die Referentin. Man erkenne das an den Gesichtern mit einem Ausdruck, wie ihn der Pilot eines Kampffliegers kurz vor einem Einsatz habe.

Planlos im Supermarkt

In Lebensmittelgeschäften seien Männer oft dem Wahnsinn nahe. Vor allem wenn auf dem Einkaufszettel der Frau exotische Dinge wie Gelatine stünden. „Männer verstehen die Logik eines Supermarktes nicht und irren planlos umher“, erklärte Tubbe-Neuberg. Für sie seien die Hinweisschilder erfunden worden, die über den Regalen hängen.

Die 75 anwesenden Frauen zeigten sich höchst amüsiert über die Ausführungen, die keinesfalls aus der Luft gegriffen waren – was zustimmendes Nicken im Publikum bewies. Manch eine Zuhörerin mag am Ende beruhigt gewesen sein angesichts der Erkenntnis, dass ihr Göttergatte kein Einzelfall ist. Die Referentin wurde mit dankbarem Applaus entlassen.

Programm bald online

Wie viele Vereine im Osnabrücker Land sind auch die Landfrauen Dissen, Bad Rothenfelde und Hilter ein reges Völkchen. Bald bieten sie wieder Tagesfahrten und Ausflüge an, die von Inge Dreß ausgearbeitet worden sind. Es geht unter anderem zur Landesgartenschau nach Bad Iburg, in die Lüneburger Heide, und auch der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ soll ein Besuch abgestattet werden. Die Fahrten mit den Terminen und den Preisen sollen in Kürze auf der Internetseite des Kreisverbandes Osnabrück (www.landfrauen-osnabrueck.de) zu finden sein.