Unterwegs in fernen Ländern Elli Nohr und Heinz Zeckel berichteten von ihren Reisen

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Bad Rothenfelde. Ganz unfreiwillig wurde Heinz Zeckel beim Literaturforum zum Alleinunterhalten. Geplant war eine Lesung gemeinsam mit Elli Nohr, die jedoch an Grippe erkrankt war. „Unsere musikalische Untermalung ist ebenfalls an Grippe erkrankt“, kündigte Zeckel zu Beginn der Veranstaltung an. Die gute Nachricht sei: Er sei da und er sei fit.

Den Autor aus Bad Iburg und die Schriftstellerin aus Ganderkesee verbindet die Freude am Reisen. „In die äußere Welt, in andere Länder und Kulturen, aber auch in die innere Welt mit ihren tiefsten Gedanken und Gefühlen“, so Zeckel. Denn aus der Verschmelzung von beidem entstehe Literatur.

Reiseerlebnisse

In der Vorbereitung auf den Abend hätten er und Elli Nohr sich zusammengesetzt und überlegt, welche Länder beide bereist und literarisch verarbeitet hätten. „Dabei heraus kamen Schweden, Australien und Großbritannien“, so Zeckel. Er selbst hätte seine Reiseerlebnisse lyrisch verarbeitet, Elli Nohr eher in Prosatexten.

Man hätte den Abend absagen müssen, gäbe es nicht ein Hörbuch von Elli Nohr, in dem die drei Geschichten, die sie gelesen hätte, enthalten sind. Zeckel bediente sich also eines CD-Players, um den Abend unter dem Titel „Unterwegs“ doch noch stattfinden zu lassen. Der Veranstaltung tat das wenig an, denn die Stimme der Autorin im Hörbuch war so lebendig,. Dass es den Gästen leicht fiel, sich von ihr in die drei Länder entführen zu lassen.

43 Grad Außentemperatur

Zunächst ging es nach Australien, wo Elli Nohr bei 43 Grad Außentemperatur Freunde besuchte. Die Gäste erfuhren von Papageien, Eukalyptusbäumen, giftigen Spinnen und Schlangen in Zuckerrohrfeldern. Zeckel verarbeitete in seinen Texten eine 19-stündige Überlandfahrt und auch er vermittelte Eindrücke unter anderem vom Naturschutzgebiet Blue Mountains mit seinen steilen Felswänden, Eukalyptuswäldern und seinen Wasserfällen. Mehr aus Bad Rothenfelde

Schließlich ging es nach Großbritannien, nach Wales in den Snowdonia Nationalpark, den Elli Nohr so regnerisch und grau in Erinnerung hat, „dass selbst ein tiefes Schwarz eine willkommene Abwechslung gewesen wäre.“ Die Schriftstellerin ließ die Gäste an einer Vorstellung teilhaben, in der sie ein Jahr lang in völligem Einsiedlertum leben würde. Nach dem Besuch in Wales blieb diese Vorstellung jedoch wohlweißlich eine Theorie. Am Ende ging es noch nach Schweden, nach Gotland und Värmland, wo beide ebenfalls einen Urlaub verbrachten.


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