„Mit Kliniken sehr gut besetzt“ Rothenfeldes Bürgermeister beim Sozialverband

Von Alexander Heim

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Rothenfelde Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


alhe Bad Rothenfelde. „Gibt es noch weitere Fragen?“, hatte Christian Hafner, Erster Vorsitzender des Ortsverbandes, nach 75-minütigem Austausch in die Runde geschickt. Da meldete sich unter anderem eine Dame aus der vorderen Reihe und verblüffte Klaus Rehkämper mit ihrer Frage. Die zielte auf das Thema der Hausarztversorgung im Bad ab. Ihre Erfahrung: „Die Praxen nehmen keine neuen Patienten mehr auf.“ Zudem gebe es auch wenig Chancen auf Hausbesuche, selbst wenn gesundheitliche ebenso wie andere Umstände eine Fahrt oder einen Gang in die Praxis unmöglich machten.

Da horchte Klaus Rehkämper merklich auf. „Eigentlich sind wir – im Vergleich zum Nordkreis - noch richtig gut aufgestellt“, fand er. Und hatte zuvor noch betont: „Mit Kliniken sind wir sehr gut besetzt. Da brauchen wir keine mehr.“ Dennoch sicherte das Gemeindeoberhaupt zu: „Wir werden das Thema noch einmal aufgreifen.“ Zum Beispiel am 11. April, wenn der Sozialausschuss in der Grundschule tagt.

Aktuelle Entwicklungen

Viel Zeit hatte sich der 58-Jährige für die 30 Anwesenden, die zum monatlichen Treffen des SoVD gekommen waren, genommen und war auf aktuelle Entwicklungen in der Gemeinde eingegangen. Die jüngste Auftaktveranstaltung zum Masterplan 2030 (wir berichteten) rief er dabei ebenso in Erinnerung wie die Zukunft des Kurhauses. „Noch werden wir es aufrecht erhalten“, versprach er. Parallel gelte es aber auch, andere Lösungsmöglichkeiten umzusetzen.

Auch der mögliche Hotelanbau an das Carpesol sparte Rehkämper nicht aus. Dabei gebe es „viele offene Fragen“, auch wenn es sich beim Carpesol an sich um „eine Erfolgsgeschichte“ handele. Einerseits würden oft hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten nachgefragt. Andererseits sei die Zahl der Betten in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Mehr aus Bad Rothenfelde

Seniorengerechtes Wohnen

Am Beispiel der Residenz am Salzbach sprach Bad Rothenfeldes Bürgermeister zudem das Thema seniorengerechtes Wohnen an, vor allem in Verbindung mit späteren Pflegemöglichkeiten. „In Bad Rothenfelde sind für diese Lebenssituationen viele Rahmenbedingungen gut erfüllt“, machte er deutlich. Darüber hinaus gebe es Überlegungen, ein Senioren-Service-Büro zu installieren. „Wir wollen schon eine hauptamtliche Anlaufstelle einrichten“, so der 58-Jährige.

Auch mit Blick auf die bisherige Projektions-Biennale „Lichtsicht“ plauderte Bad Rothenfeldes Stadtoberhaupt aus dem Nähkästchen. „Ich möchte Ihnen am liebsten mitteilen, dass wir die fortführen“, so Rehkämper, der just von einem Gespräch mit dem Landkreis in dieser Sache zum Treffen des SoVD gekommen war. „Unser Ziel ist es, die Lichtsicht 7 zu sichern“, unterstrich der Diplom-Verwaltungs-Betriebswirt. Ob die Veranstaltung zukünftig aber im zweijährigen oder nur im dreijährigen Wechsel stattfindet, sei derzeit noch nicht entschieden.

Darmkrebs

Zum nächsten regulären Treffen lädt der Ortsverband Bad Rothenfelde übrigens am Mittwoch, 25. April, ein. Dann wird ab 16 Uhr Internist Dr. Karl Groß zu Gast sein und über das Thema Darmkrebs und wie man ihn verhindern kann sprechen.

Bereits 14 Tage zuvor – am Mittwoch, 11. April – wird eine Neuerung Premiere feiern. Von 15 bis 17 Uhr besteht dann nämlich im Café in Moll die Möglichkeit zur Rentenberatung seitens des SoVD. Vorherige Terminvereinbarungen sind unter Telefon 05424/800433 erbeten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN