„Es hat sich gelohnt“ Über 300 Bad Rothenfelder entwickeln erste Zukunftsvision

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Bad Rothenfelde. Der Saal des Kurhauses ist proppenvoll. Über 300 Einwohner haben sich gemeldet, um an der Zukunft Bad Rothenfeldes mitzuwirken und die Pläne in einem Masterplan festzuhalten. Dabei wünschen sich viele der Akteure offenbar auch eins: mutige Entscheidungen.

Die Sanierung des Kurhauses, Wohnraum für Familien, weniger Verkehr im Ortskern und mehr Parkmöglichkeiten, zudem ausgefallenere Spielmöglichkeiten, wie etwa Wasserspielplätze für die jüngsten Einwohner des des Kurortes: Das waren einige der Wünsche, die die Einwohner Bad Rothenfeldes bei dem bisherigen Kommunikationsprozess zum Masterplan äußerten. „Unser Ziel ist es, ein zukunftsorientiertes Heilbad zu entwickeln“, sagte Bürgermeister Klaus Rehkämper, während seiner kurzen und kompakten Eröffnungsrede. 1999 und 2000 war dafür bereits einmal ein Masterplan erstellt worden, seitdem sind viele Projekte gestemmt und der Kurort weiterentwickelt worden: „Es hat sich gelohnt“, sagte Rehkämper. „Aber: Es bleibt viel zu tun“. Daher sei es nun an der Zeit ein neues Gesamtkonzept zu entwickeln. Um möglichst viele Einwohner in den Prozess einzubinden und den Kommunikationsprozess zu leiten, wurden schließlich Kerstin Schmidt und Carsten Große Starmann beauftragt. Sie moderierten nicht nur am Freitagabend die Eröffnungsveranstaltung. Seit Anfang des Jahres führten sie zudem Interviews mit etwa 70 Akteuren aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Und so ging es auch an diesem Freitagabend vor allem um einen möglichst offenen Austausch von Ideen und Wünschen.

Erste Ideen von 70 Akteuren

Doch zunächst stellten Kerstin Schmidt und Carsten Große Starmann erste Ergebnisse aus den Interviews mit: Denn bei den Gesprächen kristallisierten sich schon einige Themenfelder heraus: So regten die Akteure an, Familien weiter zu stärken. Damit einherging auch der Wunsch nach neuem und bezahlbaren Wohnraum. Außerdem zentral war das Thema Verkehr und Parkraum – gerade an besucherreichen Wochenenden. Ein Thema der Zukunft sei außerdem das Kurhaus – vor allem der Kursaal mit angeschlossener Gastronomie liegt vielen Akteuren am Herzen. „Viele haben sich auch gewünscht, mutig zu sein, wenn es darum geht die Zukunft des Ortes zu entwickeln“, fasst Kerstin Schmidt das Ergebnis und ihren Eindruck der Vorab-Interviews zusammen.

Themenschwerpunkte

Mit diesen Worten gingen die 300 Gäste in die Diskussion in Kleingruppen: Gemeinsam diskutieren sie die unterschiedlichen „Schwerpunktthemen“: Tourismus- und Gesundheitsstandort, Zusammenleben der Generationen vor Ort, Verkehr und Klimaschutz sowie Ortsentwicklung und Infrastruktur. Die dazu verteilten Zettel füllten sich schnell. Doch der Prozess fängt gerade erst an: „Zu den Themenschwerpunkten sind im April Auftaktaktworkshops geplant“, kündigte Carsten Große Starmann an und lädt alle ein, sich auch weiterhin zu beteiligen. „Traut euch“, motivierte auch Kerstin Schmidt – zu einem gemeinsamen Masterplan 2030.


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