Heimat- und Volksliedersingen Und ewig klingen in Bad Rothenfelde die Stimmen

Von Anke Schneider

Sänger und Komponist: Wilhelm Borgmann schuf ein Lied, in dem die Schönheiten der Salinengemeinde besungen werden. Foto: Anke SchneiderSänger und Komponist: Wilhelm Borgmann schuf ein Lied, in dem die Schönheiten der Salinengemeinde besungen werden. Foto: Anke Schneider

Bad Rothenfelde. Egal ob bei 35 Grad Hitze oder minus zehn Grad und Schneeglätte: Freitagsnachmittags ist das Haus des Gastes voll. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird das Singen jeden Freitag ab 15 Uhr angeboten.

„Wir haben vier Liederbücher“, so Veranstaltungsleiterin Ina Kohlbrecher-Zippel. Für den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. „Viele Lieder kennen die Gäste auswendig – allerdings meist nur die erste Strophe“, so Kohlbrecher-Zippel. Dank der Liederbücher können sie jedoch auch die anderen Strophen singen.

Viele Stammgäste

Es sind viele Stammgäste dabei, die jeden Freitag kommen. „Die Hälfte sind Einheimische, die andere Hälfte Kurgäste“, hat Andrea Koch vom Café in Moll festgestellt. Schön zu sehen sei, dass auch Demenzkranke hier voll auf ihre Kosten kommen. „Lieder wie ‚Hoch auf dem gelben Wagen‘ vergessen sie nicht“, schmunzelt die Gastronomin.

Am Anfang jedes Singens kommt das Bad-Rothenfelde-Lied zu Ehren, das Wilhelm Borgmann getextet und komponiert hat. Darin werden die Gradierwerke, der Rosengarten und auch die Kliniken besungen.

Eigenes Liederbuch

Danach geht’s weiter mit Stücken aus dem Liederbuch, die sich die Gäste natürlich auch wünschen können. Begleitet wird die singende Schar von Sigi Hima an der Geige und Marek Zippel am Klavier. Ina Kohlbrecher-Zippel schwebt vor, ein eigene Bad Rothenfelder Liederbuch zusammenzustellen.

Darin sollen regionale Stücke ebenso Platz finden wie die Lieblingslieder des Freitagssingens. „Steckt aber noch in den Kinderschuhen“, sagte Ina Kohlbrecher Zippel. Das Liederbuch läuft nebenbei – die vielen Veranstaltungen der Kur und Touristik in Bad Rothenfelde haben natürlich Vorrang.