EU-Politiker auf Kennenlerntour Tiemo Wölken zu Besuch in Bad Rothenfelde

Rundgang in Bad Rothenfelde: Franz-Josef Albers (SPD), Michael Böckelmann, Anna Kebschull (Grüne), Tiemo Wölken (SPD), Andreas Wernemann (CDU), Klaus Rehkämper und Edmund Tesch (CDU, von links). Foto: Anke SchneiderRundgang in Bad Rothenfelde: Franz-Josef Albers (SPD), Michael Böckelmann, Anna Kebschull (Grüne), Tiemo Wölken (SPD), Andreas Wernemann (CDU), Klaus Rehkämper und Edmund Tesch (CDU, von links). Foto: Anke Schneider

Bad Rothenfelde. Rund 250 Bürgermeister hat der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken angeschrieben, um sie und ihre Städte und Gemeinden kennenzulernen. 80 haben sich zurückgemeldet, darunter auch Klaus Rehkämper aus Bad Rothenfelde, der Wölken jetzt im Kurort empfing.

Wölken zog Ende 2016 als Nachrücker für Matthias Groote, der zum Landrat des Landkreises Leer gewählt wurde, in das Europäische Parlament ein. Als gesundheitspolitischer Sprecher interessieren ihn vor allem Themen rund um die Gesundheitspolitik. „Vieles muss auf Landes- und Bundesebene entschieden werden“, so Tiemo Wölken. Manches sei aber auch Thema auf EU-Ebene, wie zum Beispiel die fortschreitende Antibiotika-Resistenz.

Pflegeberuf attraktiver machen

In Bad Rothenfelde besuchte der SPD-Mann aus Osnabrück zunächst die Schüchtermann-Klinik. Dort traf er auf Geschäftsführer Michael Böckelmann. Der nutzte die Gelegenheit, auf den Mangel an Pflegekräften aufmerksam zu machen. „Wenn sich das nicht langsam ändert, dann wird das hier ganz gruselig“, sagte er voraus. Wölken stellte fest, dass es ein gesamteuropäisches Problem sei, junge Leute für den Beruf in der Pflege zu motivieren. Daher habe es auch wenig Sinn, Fachkräfte aus anderen Ländern zu holen. „Dann fehlen sie an anderen Stellen“, stimmte Böckelmann zu. Das Ziel müsse sein, den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Bessere Arbeitsbedingungen durch mehr Personal müssten geschaffen werden, was angesichts der steigenden Zahl an alten Menschen und der im Gegenzug in der Vergangenheit sinkenden Geburtenraten eine echte Herausforderung sei.

Besuch im Carpesol

Nach dem Besuch in der Schüchtermann-Klinik unternahmen Wölken, Rehkämper und die Vertreter der Bad Rothenfelder Fraktionen einen Rundgang durch die Gemeinde. Dabei besichtigten sie unter anderem den Kurpark und die Gesundheitstherme Carpesol, die auch mit EU-Geldern finanziert wurde. Am Nachmittag besuchte der Europaabgeordnete noch die Gemeinde Hilter, wo er mit Bürgermeister Marc Schewski zusammentraf.


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