Große Zustimmung Rothenfelder Rat will „Lichtsicht“ fortführen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Rothenfelde Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bad Rothenfelde. Für eine Fortsetzung der „Lichtsicht-Projektions-Biennale“ sprachen sich während der letzten Ratssitzung alle Fraktionen aus. Dennoch gab es eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.

Einleitend plädierte Bürgermeister Klaus Rehkämper entschieden für die Fortführung des, wie er es nannte, „Erfolgsmodells Lichtsicht“, das als ein besonderes Kunstevent „Magnetkraft für die gesamte Region“ entfalte, und rief die Ratsmitglieder zur Zustimmung auf. Im Beschlussvorschlag wird davon ausgegangen, dass pro Veranstaltung rund 900.000 Euro Kosten anfallen. Die Gemeinde werde dazu einen finanziellen Beitrag von 135.000 Euro aufbringen, mithin bei einem dreijährigen Veranstaltungsrhythmus jährlich 45.000 Euro. Der bisherige Sponsor, die Heinrich-W.-Risken-Stiftung/Lichtsicht ggmbh, hat demnach für die in Rede stehende Lichtsicht 7 einen Betrag von 150.000 Euro zugesagt, mit der Option auf eine Erhöhung bei positiver Entwicklung.

Deckungslücke

Für die verbleibende Deckungslücke von voraussichtlich 615.000 Euro sollen vorrangig Mittel aus Kulturfördermöglichkeiten des Landkreises Osnabrück, des Landes Niedersachsen, des Bundes und gegebenenfalls der EU eingeworben werden. Sollte in einem Zweijahresrhythmus (Biennale) das erforderliche Budget nicht vollständig aufgebracht werden können, so der Bürgermeister, könne die Veranstaltung im Dreijahresrhythmus als Triennale durchgeführt werden.

Ein entschiedenes „Ja“ kam von der CDU: „Unsere Fraktion spricht sich einstimmig für den Fortbestand aus“, bekräftigte Susanne Pohlmann, die „Lichtsicht“ sei ein „großer Schatz für Bad Rothenfelde“, das „Kunsterlebnis von internationalem Rang“ habe dem kleinen Ort große Aufmerksamkeit verschafft. „Bad Rothenfelde hat etwas, das sonst niemand hat und das auch nirgendwo nachgemacht werden kann“ – aus touristischer Sicht ein Alleinstellungsmerkmal. Diesen Erfolg, den auch Hotels und Gaststätten positiv registriert hätten, dürfe man jetzt „nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“. Da die „Lichtsicht“ alle angehe, schlug Pohlmann die Gründung eines Bürger-Fördervereins vor. Mehr aus Bad Rothenfelde

„Auch die SPD will die Weiterführung“, so Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Albers, und sie dokumentiere das auch in der Zustimmung zum Haushalt, in dem für die kommenden drei Jahre 45.000 Euro mit Sperrvermerk für die „Lichtsicht“ eingestellt sind. Er persönlich kritisiere aber die hohe Summe von 900.000 Euro, die künftig aus Steuergeldern finanziert werden müsste. Dem könne er nicht zustimmen. Es müsse geprüft werden, ob und wo man Ausgaben reduzieren könne. Auch Onat Temme (SPD) unterstrich: „Wir wollen die ‚Lichtsicht‘, gleichwohl sollte man konzeptionell eine Kostenbremse einbauen.“

Konzept auffrischen

Die Grünen sprachen sich deutlich für die Fortführung der „Lichtsicht“ aus, denn durch sie sei Bad Rothenfeldes Renommee erheblich gestiegen. Ratsfrau Anna Kebschull riet, nicht an der Qualität zu sparen, wohl aber das Konzept aufzufrischen. Die Summe von 900.000 Euro sei lediglich eine Schätzung, ihre Höhe sollte nicht von der grundsätzlichen Zustimmung abhalten.

Nahezu einstimmig – bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen – votierte der Rat für die Fortführung der „Lichtsicht-Projektions-Biennale“. Ratsvorsitzender Edmund Tesch dankte den Kollegen für die „lebendige Debatte“ und die „großartige Zustimmung“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN