B-Plan empfohlen Zu viel Wasser in Bad Rothenfelder Neubaugebiet?

Von Andrea Pärschke

Positiv bewertet der Ausschuss, dass in Aschendorf neue Bauplätze entstehen. Es gibt jedoch Befürchtungen, dass es dort zu Überschwemmungen kommen könnte. Foto: Andrea PärschkePositiv bewertet der Ausschuss, dass in Aschendorf neue Bauplätze entstehen. Es gibt jedoch Befürchtungen, dass es dort zu Überschwemmungen kommen könnte. Foto: Andrea Pärschke

Bad Rothenfelde. Der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss empfiehlt dem Rat einstimmig, die Änderungen im Flächennutzungsplan sowie der Bebauungsplan für ein Neubaugebiet im Bad Rothenfelder Ortsteil Aschendorf zu beschließen. Kritische Stimmen gibt es jedoch auch. Denn es gibt dort zu viel Wasser.

„Die Wassersituation ist ein großes Problem in diesem Teil Bad Rothenfeldes“, bestätigte auch Edmund Tesch (CDU) aus persönlicher Erfahrung. Daher seien die Änderungen genau richtig, die in den vergangenen Wochen in den vorläufigen Bebauungsplan aufgenommen wurden.

Neue Fassung

Städteplanerin Tanja Schrooten hatte die neue Fassung des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes vorgestellt. Es war nach der Offenlage noch zu einigen Änderungen des Planes gekommen, die zu einem großen Teil aus einer Überprüfung der Niederschlagswasserbewirtschaftung resultierte. Diese hatte ergeben, dass es bei dem vormaligen Plan bei Regenfällen zu Schwierigkeiten kommen könnte, unter anderem auch deshalb, da die Fläche von „Norden nach Süden“ fällt. Als Gegenmaßnahme ist ein Regenrückhaltebecken südlich der Sticherschließung geplant. Auf der anderen Seite, die zum Acker führt, wird auf einen niedrigen Wall eine Hecke gepflanzt, ein dahinter liegender Graben trennt die Neubausiedlung von der Ackerfläche.

Überschwemmungsgefahr

Zweifel an den Maßnahmen wurden vor allem aus den Reihen der Bürger laut. Denn diese befürchteten, dass die Maßnahmen nicht ausreichend seien. „Das Regenrückhaltebecken liegt nicht am tiefsten Punkt“, sagt einer der Anwesenden, zumal es auch ein Ost-West Gefälle gebe. Ein anderer Bürger erläutert anhand der Karte, dass das Wasser von den Feldern aus in ungünstige Bahnen geleitet werde: „Das Wasser steht dort sowieso schon“, so der Bürger. Die Planung werde das Problem noch verstärken.

Die Städteplanerin sowie der Leiter des Bauamtes, Günter Rolf, berichten hingegen, dass es laut Gutachten zu einem geordneten Abfluss des Wassers komme. Eine Verschlechterung der Situation sollte durch die derzeitigen Veränderungen des Flächennutzungsplanes verhindert werden. „Das Regenrückhaltebecken ist auf den stärksten Niederschlag aus den vergangenen 30 Jahren ausgerichtet“, so der Bauamtsleiter. Würde es zu einem „Jahrhunderthochwasser“ kommen, werde es auch andernorts Probleme geben. Dennoch versprach die Verwaltung, sich der Kritikpunkte noch einmal anzunehmen. Mehr aus Bad Rothenfelde

Auch Lob von Seiten des Ausschusses

Darauf legten auch die Ausschussmitglieder wert. „Ich finde die Planungen zum Neubaugebiet sehr gut“, betont Ausschussvorsitzender Franz-Josef Albers (SPD), die Wasserproblematik müsse jedoch noch einmal aufgearbeitet werden. Auch Anna Kebschull (Bündnis 90/Die Grünen) weist darauf hin, dass es gut war und ist, sich dieser Problematik anzunehmen. „Es ist jedoch begrüßenswert, dass klimaschonendes Bauen von der Seite der Gemeinde im weiteren Verlauf der Planungen in direkten Beratungsgesprächen ideenreich begleitet wird“. Edmund Tesch freut sich über die neuen Bauplätze und die „aufgelockerte Siedlungsstruktur, die Aschendorf aufwertet“.