Tourismusausschuss ist dafür Bad Rothenfelder Lichtsicht soll fortgesetzt werden

Von Marius Paul

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mapa Bad Rothenfelde. Mit rund 160.000 Besuchern hat sich die Lichtsicht Projektionsbiennale zu einem festen Bestandteil des Bad Rothenfelder Kulturprogramms entwickelt und ist mittlerweile weit über die Region heraus bekannt. Nun plädierte der Tourismusausschuss der Gemeinde für die Fortführung dieses Projektes.

„Die Lichtsicht ist ein besonderer Erfolg für die Gemeinde und immer wieder ein wunderbares Erlebnis“, verdeutlichte Bürgermeister Klaus Rehkämper. Auch die gestalterischen Protagonisten der Lichtsicht Paul Anczykowski und Manfred Schneckenburger hoben noch einmal die Einzigartigkeit der Veranstaltung hervor. „So etwas wie die Lichtsicht ist in dieser Form weltweit nicht wiederzufinden, denn gerade das funktionierende Gradierwerk ermöglicht derartige Ergebnisse, wie wir sie hier erzielen und vorfinden“, so Schneckenburger. Anczykowski fügte hinzu: „Etwas Besseres kann einem Ort wie Bad Rothenfelde kaum passieren. Wenn man eine solche Gelegenheit hat, muss man dies ausnutzen.“

Alle drei Jahre?

Den Knackpunkt bildet dabei die Finanzierung. Für jede Lichtsicht ist ein Budget von rund 900.000 Euro vorgesehen, wobei sich die Gemeinde Bad Rothenfelde mit einem Betrag von 135.000 Euro (15 Prozent) beteiligt. Hinzu kommt eine zugesagte Unterstützung der Heinrich-W.-Risken-Stiftung/lichtsicht ggmbh für die Lichtsicht 7 von 150.000 Euro (17 Prozent). Bei einer positiven Entwicklung sei eine spätere Unterstützung möglich. Die restlichen 615.000 Euro (68 Prozent) sollen vorrangig durch Mittel aus Kulturfördermöglichkeiten des Landkreises Osnabrück, des Landes Niedersachsen, des Bundes und der EU zusammengetragen werden. Laut Rehkämper gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Lichtsicht nicht wie bisher als Biennale, also in einem Zweijahresrhythmus, sondern als Triennale und somit alle drei Jahre stattfinden zu lassen. „Diese Option besteht, wenn es nicht gelingen sollte das Budget innerhalb von zwei Jahren vollständig zu gewährleisten“, so der Bürgermeister. Mehr aus Bad Rothenfelde

Für Onat Temme von der SPD sind die Kosten allerdings dennoch immens hoch: „Mittlerweile bin ich von der Lichtsicht sehr fasziniert, dennoch stellt sich für mich die Frage, ob man die Kosten nicht reduzieren kann?“ Außerdem bleibe die Frage, wann eine Entscheidung darüber getroffen werde, ob es sich nun um eine Biennale oder eine Triennale handeln soll. Für Martin Diekamp (FDP) ist es außerdem wichtig, die Bürger nicht zu vergessen. „Man sollte darüber nachdenken vielleicht einen Verein Lichtsicht zu gründen, um auch die Menschen aus Bad Rothenfelde stärker einbinden zu können.“

Zwei Enthaltungen

Andreas Wernemann (CDU) forderte indes eine Portion Mut: „Trotz der offenen Fragen sollten wir diesen ersten Schritt gehen, denn ich bin überzeugt, dass die Lichtsicht auch in Zukunft ein tolles Projekt bleiben wird.“ Bei der anschließenden Abstimmung stimmten fünf Ausschussmitglieder für eine Fortführung der Lichtsicht. Onat Temme und Leslie Kell von der SPD enthielten sich.


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