Bürgermeister verspricht 2019 neue Drehleiter für Feuerwehr Bad Rothenfelde

Von Stefan Buchholz

Gemeindebrandmeister Michael Janböke zeichnete nicht nur Horst Westphal (Mitte) für 50 Jahre als Mitgliedschaft aus. Neben Orden, Urkunden und Beförderungen gab es auch selbstgebranntes Feuerwasser von Bürgermeister Klaus Rehkämper (2. von rechts.). Foto: Stefan BuchholzGemeindebrandmeister Michael Janböke zeichnete nicht nur Horst Westphal (Mitte) für 50 Jahre als Mitgliedschaft aus. Neben Orden, Urkunden und Beförderungen gab es auch selbstgebranntes Feuerwasser von Bürgermeister Klaus Rehkämper (2. von rechts.). Foto: Stefan Buchholz

Bad Rothenfelde. Die Freiwillige Feuerwehr optimiert sich derzeit: Neben der Inbetriebnahme des Einsatzstellenfunks auf Digitalbasis noch in diesem Jahr, wird es auch etwas mit der neuen Drehleiter. Sie soll 2019 zur Verfügung stehen, versprach Bürgermeister Klaus Rehkämper.

Die alte Drehleiter ist mittlerweile in die Jahre gekommen. 1999 angeschafft, gab es im letzten Jahr erstmals größerer Probleme mit dem Fahrzeug. In der Werkstatt ließ sich der Fehler nicht gleich orten. Für sechs Wochen mussten die Brandbekämpfer daher mit einer geliehenen Drehleiter zurechtkommen.

Urbanen Struktur

Keine billige Sache für die Gemeinde: Pro Tag kostete die gemietete Drehleiter rund 200 Euro, wie Rehkämper auf der jüngsten Jahreshautversammlung der Feuerwehr berichtete. „Aufgrund der auch urbanen Struktur Bad Rothenfeldes ist es aber nicht verantwortbar, ohne Drehleiter agieren zu müssen.“

600.000 Euro für neue Drehleiter

Momentan ist die Drehleiter wieder im Betrieb. Mit Blick auf die Einsatzsicherheit und den anstehenden TÜV-Termin der bisherigen Drehleiter habe man sich aber auch gefragt, ob dann anstehende Kosten von mindestens 120.000 Euro oder nicht gleich eine neue Drehleiter für 600.000 Euro gestemmt werden sollten, so Rehkämper. Entschieden habe man sich nun für den Neukauf des benötigten Fahrzeugs.

Einsätze im Brandfall konstant

Auf die gestiegenen Anforderungen an die Freiwillige Feuerwehr wies Gemeindebrandmeister Michael Janböke hin. „Die Bürger und Kurgäste erwarten eine professionelle Hilfe.“ Mittlerweile werden man wegen aller möglichen Dinge gerufen. Ist die Zahl der Einsätze im Brandfall in etwa konstant geblieben (2017: 14), so hat sich etwa die Hilfe für Menschen in Notlagen zwischen 2010 (10) und 2017 (19) nahezu verdoppelt.

Offener Dienstabend

Mit einem sogenannten offenen Dienstabend will die Feuerwehr im Frühjahr Mitglieder werben. Derzeit hat man 44 Mitglieder. „Hinsichtlich der Tagesalarmstärke könnten wir mehr Leute gebrauchen“, sagte Janböke am Rand der Jahreshauptversammlung.

Abgelöst werden soll in diesem Jahr auch der Einsatzstellenfunk auf analoger Basis im Zweimeterband. Umgestellt wird dann auf den Digitalfunk, für Hilfsmaßnahmen vor Ort. 3000 Euro hat die Gemeinde dafür in den Haushalt eingestellt.

Zeltlager in Oldenburg

Auch einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr besuchten die Jahreshauptversammlung. Rüdiger Christopher, zuständig für die jungen Feuerwehrleute in spe, kündigte für dieses Jahr neben einer Betriebsbesichtigung auch ein Zeltlager inklusive Besuch der Großleitstelle in Oldenburg an.

Ehrungen

Geehrt wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft Horst Westphal. Eine Urkunde gab es zudem für Klaus Ranke, den Janböke für 25 Jahre als Feuerwehrmann auszeichnete. Befördert wurden zudem Patrick Döllz und Julius Temme zum Oberfeuerwehrmann, Kristin Fischer und Dirk Schräder zu Hauptfeuerwehrleuten, Nikolas Strohmeyer (Löschmeister) sowie Andreas Kammann (Hauptbrandmeister). Mehr aus Bad Rothenfelde