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Musik, Literatur und Stille "Lange Nacht der Kirchen" am Freitag in Bad Rothenfelde

Von Petra Ropers | 24.09.2019, 15:28 Uhr

Entdecken, flanieren, verweilen, zur Ruhe kommen: Die „Lange Nacht der Kirchen“ lässt sich in Bad Rothenfelder auf vielerlei Art erleben. Am Freitag, 27. September, öffnen die Jesus-Christus-Kirche und die St. Elisabeth-Kirche mit einem außergewöhnlichen Programm ihre Türen.

In Großstädten wie Frankfurt, Hannover oder Hamburghat die „Lange Nacht der Kirchen“ schon Tradition. Nun beteiligen sich erstmals auch die Bad Rothenfelder Kirchengemeinden an der Aktion. Margret Dieckmann-Nardmann, pastorale Mitarbeiterin der Pfarreiengemeinschaft aTW, brachte die Idee in die überörtliche Ökumene-Runde ein. Bei Pastorin Gesine Jacobskötter stieß ihre Anregung gleich auf begeisterte Zustimmung.

Gemeinsam arbeiteten sie ein Programm aus, das dazu einlädt, hier der Musik und dort den Erzählungen zu lauschen, zwischendurch miteinander ins Gespräch zu kommen oder einfach nur die Stille in den Gotteshäusern zu genießen. Dabei sind die jeweils halbstündigen Programmpunkte so gesetzt, dass genügend Zeit bleibt, um von Kirche zu Kirche zu wandeln.

Die Minischola der Pfarreiengemeinschaft läutet um 17 Uhr in der Kirche St. Elisabeth das Programm ein. Rund 30 Kinder wollen mit den Besuchern ihre Freude an der Musik teilen. Zeitgleich öffnet auch die Jesus-Christus-Kirche schon ihre Türen. Dort geht es um 18 Uhr mit Holger Dolkemeyer an den Tasten „Beflügelt in den Abend“. Das Literaturforum Bad Rothenfelde bereichert ab 19 Uhr in St. Elisabeth das Event. Unter dem Motto „Die Welt erzählt“ lesen Christine Eichholz und Dirk Lange-Mensing Kurzgeschichten und Gedichte von Engeln. Ihrer Geschichte in der Bibel und in weltlichen Darstellungen geht Karin Roode nach.

„Querblechein“ vom Choral über das Volkslied bis zu Jazz und Tango geht es mit dem Posaunenchor unter der Leitung von Dieter Zilk ab 20 Uhr in der Jesus-Christus-Kirche weiter. Die Worte der Bibel lassen sich ab 21 Uhr in St. Elisabeth ganz neu hören, erfahren und erleben: Als Erzähler macht der Bad Laerer Pastor Stephan Jannasch eine biblische Geschichte lebendig. „Die Bibelerzählung ist eine sehr alte Kulturtechnik“, erklärt er. Sie füllt den Weißraum zwischen den Zeilen des Textes, bewahrt dabei aber stets den unbedingten Respekt vor dem geschriebenen Wort. Vom Erzähler erfordert dies große Behutsamkeit und Vertrautheit mit der Bibel.

Eine meditative Andacht mit neuen geistlichen Liedern, vorgetragen von einem Projektchor unter der Leitung von Katja Kriete-Daniel, und mit meditativen Texten von Stephan Unland, rundet ab 22 Uhr das Programm zur „Langen Nacht der Kirchen“ ab.

Zwischen den Programmpunkten laden die stimmungsvoll erleuchteten Kirchen zum Verweilen ein – um die Atmosphäre zu genießen, miteinander ins Gespräch zu kommen oder auf der Orgelempore der Jesus-Christus-Kirche Brot, Käse und Getränke zu genießen.

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