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SPD Bad Laer plant „Roten Tisch“ Mehr Transparenz in der Politik

Von Anke Schneider | 09.07.2014, 17:57 Uhr

Johannes Mönter, stellvertretender Vorsitzender der Bad Laerer Sozialdemokraten, sieht Holger Richards Wahlniederlage auch als Niederlage des gesamten Gemeinderates, der Entscheidungen getroffen hat, die der Bürgermeister letztendlich nur umgesetzt hat. „Wir konnten die Inhalte unserer Politik nicht wirksam transportieren“, sagte er im Haus Große-Kettler bei der ersten Mitgliederversammlung des Ortsvereins nach der Bürgermeisterwahl.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, und deswegen blicken die Kommunalpolitiker schon weit in die Zukunft. Es muss sich einiges ändern, das stehe fest, „wir müssen die Bürger mitnehmen auf die Reise.“ Um diesen Vorsatz umzusetzen, soll es künftig einen „Roten Tisch geben“, zu dem der SPD-Ortsverein dreimal im Jahr einladen wird. Die Veranstaltung soll abends in verschiedenen ortsansässigen Kneipen stattfinden, zum ersten Mal im Oktober.

Beim „Roten Tisch“ soll es um aktuelle Themen gehen, die die Menschen in Bad Laer direkt angehen. Das erste Thema soll die Krankenhausplanung des Landkreises sein, weil in der nächsten Woche wichtige Entscheidungen zur Zukunft des Dissener Krankenhauses fallen sollen. Zudem soll es um die Ärzteversorgung in Bad Laer gehen. „Vier Hausärzte werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen“, so Mönter. Für die Einwohner der Gemeinde sei es wichtig, dass junge Ärzte nachkommen, um die Versorgung der Menschen in Bad Laer zu gewährleisten. In der Pflicht sieht er dabei unter Umständen auch die Politik, falls sich die Lücken nicht von selbst füllen.

Besprochen wurde auch das anstehende Sommerfest des SPD-Ortsvereins, das am 17. August stattfinden soll. Ort und Ablauf stehen noch nicht fest, es soll aber für große und kleine Besucher wieder ein nettes Rahmenprogramm geben.

Schließlich berichtete Johannes Mönter noch aus den vergangenen Sitzungen des Gemeinderates, in denen unter anderem die Schulmensa immer wieder Thema war. Zunächst war ein Anbau an die alte Mensa geplant, der aber zu aufwendig gewesen wäre. Eine frei stehende Mensa in massiver Bauweise wäre zu teuer geworden, sodass der zuständige Ausschuss schließlich eine Modulbauweise empfahl. Das wollte wiederum der Verwaltungsausschuss nicht und gab die Pläne zurück in die Fraktionen.

Mönter gab an, dass sich die Politik aufgrund verschiedener Unwägbarkeiten schwertue, eine Entscheidung zu treffen. Unter anderem sei die Einrichtungen von integrierten Gesamtschulen, unter anderem in Dissen und Bad Rothenfelde, im Gespräch, die die Bad Laerer Oberschule Schüler kosten könnte. Die Bad Laerer Ampel favorisiere weiterhin die Modulbauweise, die eine Verkleinerung der Mensa möglich mache, falls die Schülerzahlen sinken sollten.

Weitere Nachrichten aus dem aktuellen Geschehen im Ort war die Sperrung der Bielefelder Straße, angefangen von der Iburger Straße bis zur Bahnhofstraße. Hier werde im Rahmen der Stadtsanierung die Fahrbahndecke erneuert, sagte Mönter. Höchstwahrscheinlich werde die Sperrung auch über das Fackelfest hinaus bestehen.

Kassierer Holger Nestler wusste schließlich noch zu berichten, dass die Feuerwehr Bad Laer die Einrichtung einer Jugendfeuerwehr anstrebt. Näheres dazu wird heute im Betriebs- und Feuerwehrausschuss besprochen.