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Sommerfest baut Vorurteile ab Bewohner hauen auf die Pauke

Von Susanne Pohlmann | 07.07.2014, 22:26 Uhr

Mit einem ganz besonderen Trommelwirbel ging es los am Sonntagnachmittag. Die Trommlergruppe der Bewohner des St. Maria-Elisabeth-Hauses in Bad Laer eröffneten das Sommerfest mit dem Stück „Currywurst“ und setzten damit das erste Highlight.

Denn die Betreuer, Thearpeuten, ehrenamtlichen Helfer und eine ganze Reihe Vereine und Verbände aus Bad Laer hatten eine Menge unterhaltsame Programmpunkte organisiert, an denen sowohl die 86 geistig behinderten Hausbewohner Spaß hatten wie auch deren Freunde und Familien, die den Tag gemeinsam genossen.

Für Hausleiterin Christine Frye hatte das Sommerfest auch das Ziel, die Bewohner des Caritas-Hauses mit der Bad Laerer Bevölkerung in Kontakt zu bringen. Immer wieder organisiere man gemeinsame Unternehmungen die jährliche stattfindende integrative Freizeit mit der Pfarrjugend Bad Laer, aber auch ein spezielles Schützenfest mit dem örtlichen Schützenverein oder ein gemeinsamer Besuch beim VfL in Osnabrück, berichtete Christine Frye.

Ebenso engagierten sich verschiedene Vereine und Verbände, aber auch einzelne Helfer für das Sommerfest. Das Jugendblasorchester spielte heitere Melodien, die Kaffee und Kuchen, aber auch Würstchen und Pommes ganz besonders schmecken ließen. Mit dabei waren auch die Trachtentanzgruppe und die Lamas und Alpakas, mit denen die Bewohner schon so manche Tour gemacht haben. Frye: „Wir möchten, dass sich unsere Bewohner hier nicht nur im Haus daheim fühlen, sondern auch als Teil der Gemeinde. Das Sommerfest hilft, Berührungsängste abzubauen, indem sie alle gemeinsam einen fröhlichen Nachmittag verbringen.

Gleichzeitig nutzte Christine Frye zusammen mit Kunsttherapeutin Katrin Hunke das Fest, um ein neues Kunstprojekt vorzustellen, in dem Bad Laerer zusammen mit den Bewohnern des St. Maria-Elisabeth-Hauses die Kunst als Ausdrucksmittel kennenlernen können.