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Politiker folgen Eigentümerwunsch Ausschuss ermöglicht Stadtvillen im Bad Laerer Ortskern

Von Stefanie Adomeit | 16.06.2016, 18:47 Uhr

Schon vor der Sitzung hatten Anlieger der Iburger Straße in der Einwohnerfragestunde deutlich gemacht, worum es ihnen geht: „Wir möchten auf unserem Grundstück Stadtvillen bauen.“ Ergebnis der Beratung im Planungsausschuss: Wir machen das klar.

Das vereinfachte Bauleitverfahren für den Bereich „Südlich Kurpark“ läuft. Der Fachausschuss hatte nun „Abwägung, Aufstellungsbeschluss und Offenlage“ zu besprechen. Zuvor hatte das Planungsbüro Schupp und Thiel 29 Stellungnahmen zu den Plänen einzeln bewertet und Vorschläge unterbreitet, wie mit ihnen umgegangen werden sollte.

Zwei Stellungnahmen hätten zu Veränderungen der Planung geführt, berichtete Rainer Thiel. So soll für den nördlichen Teil des Grundstücks Kemnade an der Kirchhofburg ein Allgemeiner Wohnbedarf festgesetzt werden, im südlichen Teil Gemeinbedarf für kirchliche Zwecke. Erschlossen werden soll die Fläche aber nicht über den nördlichen Teil, sondern wie bisher von der Bahnhofstraße aus, das wünschen sich die Eigentümer.

Grünstreifen vor Piepsteinmauer

Einen Fußweg auf ihrem Grundstück lehnen sie ab. Die Planer schlugen nun vor, vor der Piepsteinmauer zum Schweinepatt einen zwei Meter breiten Grünstreifen anzulegen.

Der zweite diskutierte Einwand betrifft ein Grundstück an der Iburger Straße. Die Eigentümer wünschen sich, im Garten künftig Stadtvillen mit zwei Vollgeschossen errichten zu können.

Favorit der Planer für eine Bebauung im Garten des L-förmigen Privatgrundstücks war die Festlegung von drei Baufeldern, die mit zweigeschossigen, satteldachgekrönten Häusern bebaut werden sollten.

Eine Grundfläche von 250 Quadratmetern pro Haus wäre so möglich, ebenso aber ein Haus mit einer Grundfläche von 750 Quadratmetern, merkte Thiel augenzwinkernd an. Deshalb solle die Gemeinde seiner Meinung im B-Plan Einzelgebäude festzurren.

Neigungsdach genehmigt

Dieser Empfehlung folgte der Ausschuss ebenso wie dem Wunsch der Eigentümer der Fläche, hier Stadtvillen zu bauen. Sie erlaubten ein Neigungsdach, Pultdächer und Krüppelwalmdächer wurden ausgeschlossen.