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Engagiert und „bekloppt“ Die Erfinder von „Spiel ohne Grenzen“ in Bad Laer

Von Susanne Pohlmann | 01.06.2016, 08:48 Uhr

Ihre tolle langjährige Freundschaft und der gemeinsame Spaß schon im Vorfeld, das sind die zwei Hauptgründe, warum Peter Hülsmann und Hansi Schulte auch nach zehn Jahren immer noch mit Einsatzfreude und Erfindergeist den alljährlichen SPOG-Event mit ihrem eingeschworenen Team auf die Beine stellen.

SPOG, das steht für Spiel ohne Grenzen, und ist ein Spaßevent, an dem 6- bis 8-köpfige Teams mitmachen, die sich über ihre Vereine oder auch ganz privat zusammen gefunden haben. Erstmals kamen die beiden Bad Laerer auf die Idee, einen solchen Spaß-Wettbewerb zu organisieren, als sie als Mitglieder im Vorstand zur 75-Jahr-Feier des SV Bad Laer einen Nachmittag des Jubiläumswochenendes im Kurpark mit Leben füllen sollten.

Schützenkompanie

Das war vor zehn Jahren und seitdem ist SPOG zu einem beliebten Event geworden, an dem bereits 127 verschiedene Mannschaften teilgenommen haben, und von Anfang an dabei die Schützenkompanie Bad Laer.

Hansi Schulte ist das kreative Hirn hinter dem Wettbewerb, denn eigentlich gibt es kaum eine Gelegenheit, bei der dem 51-Jährigen nicht eine Idee für ein neues Spiel in den Sinn kommt. „SPOG spukt mir immer durch den Kopf“, berichtet Schulte, dessen Söhne längst das Virus geerbt haben.

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Selbstversuche

Das Team, mittlerweile auf 20 angewachsen, ist nicht erst am Veranstaltungstag gefragt, denn jede Spielidee, egal, wer sie beigesteuert hat, wird höchstpersönlich ausprobiert. Schultes Garage ist die Spielzentrale. Und erst wenn alle ihr Okay gegeben haben, wird die Idee umgesetzt. Schulte, Hülsmann und Co. basteln dann die notwendigen Hilfsmittel und überlegen die Spielregeln. Alle SPOG-Team-Mitglieder sind beim Wettbewerb auch als Schiedsrichter eingespannt, denn die jeweils 12 bis 18 Mannschaften wollen ihren Spaß nicht durch unfaire Entscheidungen getrübt sehen.

Immer wieder sitzen die zwei Freunde zusammen und denken nicht ohne ein wenig Stolz „Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, was aus der Spaßidee alles werden würde?“ Hülsmann: „Das ist wirklich zu einer festen Institution geworden.“

Alle haben Spaß

Oft werden sie darauf angesprochen, die Gemeinde unterstützt ihr Engagement und es gibt auch schon Nachahmer zum Beispiel beim Schützenverein Heidland. „Angeblich ist Spielen, so wie wir das machen, nicht mehr angesagt“, wundert sich der 48-jährige Hülsmann, „aber bei uns haben alle riesig viel Spaß.“ Für das positive Feedback lohnt sich die viele Zeit, die die beiden über das Jahr gesehen in das SPOG-Projekt stecken.

Und so soll das auch in Zukunft weitergehen. „Warum? Weil wir beide ein bisschen bekloppt sind und uns gerne dummes Zeug ausdenken, woran nicht nur wir, sondern auch andere Spaß haben“, lautet die einfache Erklärung der beiden.

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