Neues Buch von Karl Heinz Neufeld Die vergessene Geschichte der Laerer Kirche

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Bündelten in ihrer Arbeit zur Geschichte der Kirche Laers Jahrzehnte der Forschung: Martin Brune und Karl Heinz Neufeld (von links). Foto: Petra RopersBündelten in ihrer Arbeit zur Geschichte der Kirche Laers Jahrzehnte der Forschung: Martin Brune und Karl Heinz Neufeld (von links). Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Ihr Turm ist das älteste, noch erhaltene Bauwerk in Bad Laer. Sie selbst prägt bis heute das Bild des Ortes. Doch über die Geschichte der Kirche Mariae Geburt ist längst nicht alles bekannt. „Kirche Laer – Vergessene Geschichte“ überschreibt der Theologe, Philosoph und Autor Prof. Karl Heinz Neufeld SJ deshalb sein neues Buch.

Unter maßgeblicher Mitarbeit von Martin Brune, Archivar im Bistumsarchiv Osnabrück, entstand ein Werk, in das die Ergebnisse von Jahrzehnten akribischer Forschung flossen. Nach heimatgeschichtlichen Büchern über die „Wegkreuze und Bilder im alten Kirchspiel Laer“, über Remsede, Müschen und Westerwiede kommt Pater Karl Heinz Neufeld mit seinen Forschungen damit im Zentrum des Kirchspiels an. Das Ergebnis seiner Arbeit stellte er am Sonntag rund 30 Interessierten im Jugend- und Pfarrheim vor.

Wechselvolle Geschichte aufgearbeitet

Durchaus folgerichtig widmete Neufeld dem Kirchturm als ältestem und markantesten Teil der Kirche sein erstes Kapitel. Dabei beschränkte er sich mit Martin Brune nicht auf die Recherche in den Archiven. Vielmehr nahmen sie selbst das Innere des Turms in Augenschein, der zweimal aufgestockt wurde und dessen – später eingebaute – Turmuhr die Zeit zunächst nur nach Ost und West anzeigte. Es gelang Neufeld und Brune auch, das Schicksal der Notkirche ein Stück weit aufzuklären, die nach dem Abriss der baufälligen, alten Kirche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für eine Übergangszeit von sechs Jahren die Gemeinde beherbergte.

Doch die Bauwerke machen nur einen Teil ihrer Arbeit aus, die auf der intensiven Beschäftigung mit zum Teil Jahrhunderte alten Quellen basiert – und auf nicht minder intensiven Diskussionen, die oft den Blick für neue Aspekte öffneten. Das so gezeichnete Bild der wechselvollen Geschichte von Kirche und Gemeinde zeigt, dass auch in Laer nicht immer alles harmonisch lief. Die von handfesten Auseinandersetzungen begleitete Absetzung eines Pastors im Jahre 1625 ist dafür nur ein Beispiel.

Basis für weitere Forschungsarbeiten

So umfassend das Buch im Hinblick auf Personen und Bauwerke ist, so sparsam muss es zwangsläufig im Blick auf die seelsorgerlichen Aspekte der Geschichte bleiben. „In Archiven werden zumeist Dokumente zu rechtlichen Fragen aufbewahrt“, erklärte Martin Brune bei der Buchvorstellung. Der seelsorgerliche Alltag, das ganz normale Gemeindeleben dagegen bedurften in der Regel keiner weiteren Aufzeichnung.

„Ich erwarte nicht. Ich freue mich einfach über das, was kommt“, beschreibt Brune die Forschungsarbeit, die mit der Veröffentlichung noch lange nicht beendet ist. „Dieses Buch alles andere als ein letztes Wort“, formulierte es Karl Heinz Neufeld. Das Werk verstehe sich vielmehr als Basis für weitere Forschungsarbeiten und als Anregung, selbst Fragen zu stellen. Ein paar der Fragen, die jetzt noch offen sind, werden unterdessen in einem folgenden Band beantwortet, für den dann Martin Brune unter Mitarbeit von Karl Heinz Neufeld verantwortlich zeichnet.


Das Buch „Kirche Laer – Vergessene Geschichte“ von Karl Heinz Neufeld und Martin Brune ist im Glandorfer Verlag Krützkamp erschienen und unter der ISBN-Nummer 978-3-9813481-0-1 im Buchhandel erhältlich.

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