Müssen Schüler zahlen? Nach Rauchbombe: Landkreis Osnabrück stellt Bad Laer Rechnung

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Bad Laer. Der Landkreis Osnabrück hat der Gemeinde Bad Laer eine Rechnung für den Feuerwehreinsatz an der Geschwister-Scholl-Oberschule geschickt. Schüler hatten dort im Juni eine Rauchbombe gezündet und 24 Schüler leicht verletzt.

1500 Euro stellte der Landkreis der Gemeinde für die Kreisfeuerwehreinheiten in Rechnung, bestätigt ein Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Kreisverwaltung habe die Gemeinde über den Erstattungsanspruch informiert.

Bad Laers Bürgermeister Franz Vollmer bestätigt auf Anfrage, eine Rechnung vom Landkreis für den Feuerwehreinsatz erhalten zu haben. Es sei noch unklar, ob die Gemeinde den verantwortlichen Schülern eine Rechnung schicken wird und, falls ja, in welcher Höhe. „Wir sind noch dabei, der Frage nachzugehen“, so Vollmer.

Großeinsatz verursacht

Mitte Juni war auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Oberschule während des Chaostages – der traditionellen Abschlussfeier der zehnten Klassen – eine Rauchbombe gezündet worden. Sie löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften aus. 24 Schüler wurden leicht verletzt. Die Polizei ermittelte gegen vier Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren wegen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Mittlerweile übergab sie die Akte an die Staatsanwaltschaft.

Strafrechtliche Ermittlungen dauern an

Die strafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen die vier Jungen laufen noch, sagt Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer auf Nachfrage unserer Redaktion. Die Polizei hatte zuvor zahlreiche Fragebögen an Zeugen und Betroffene verschickt – entsprechend dick sei die Akte, so ein Sprecher.

Der Landkreis hatte damals angekündigt, den Feuerwehreinsatz in Rechnung zu stellen. Die Mutter des mutmaßlichen Hauptverantwortlichen hatte von einem Dummejungenstreich gesprochen, der nach hinten losgegangen sei.

Ebenfalls noch unklar ist, ob die mutmaßlichen Verantwortlichen auch für die Rettungsdienste zahlen müssen. Das käme den Teenagern wesentlich teurer zu stehen.


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