Zu wenig und zu kleine Schilder? Bad Laerer Rat will Tempo 30 durchsetzen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Laer Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Im Bad Laerer Zentrum gelten Tempo 30 und Rechts-vor-links. Foto: dpaIm Bad Laerer Zentrum gelten Tempo 30 und Rechts-vor-links. Foto: dpa

Bad Laer. Die Bad Laerer Straßen sind für Tempo 50 gebaut. Seit einigen Jahren aber gilt im Ort: nicht schneller als 30 Stundenkilometer und Rechts-vor-links. Die entsprechenden Schilder scheinen viele nicht zu beeindrucken. Oder werden sie schlichtweg nicht gesehen, beachtet, verinnerlicht? Das soll sich ändern. Der Gemeinderat will das Limit jetzt entschlossener durchsetzen.

Damit wurde der Antrag der „Bürger für Bad Laer“ einmütig auf den Weg gebracht, der noch im Fachausschuss Zwist und Polemik ausgelöst hatte. Die sachliche Diskussion führte zur Einvernehmlichkeit.

Die Verwaltung hat jetzt den Arbeitsauftrag, „ein Konzept für die Steigerung der Akzeptanz von Tempo 30 im Ortskern zu entwickeln“. Damit sei nicht der innerste Ortskern gemeint, sondern das Zentrum mit seinen Einfahrtstraßen, betonte Uwe Frerig (BBL). Denn gerade dort werde schnell gefahren.

Schilderwald nicht aufforsten

Seiner Fraktion gehe es nicht um ein Aufforsten des Schilderwaldes, doch sei – gerade für Auswärtige – schlecht erkennbar, welche Vorschriften für den Verkehr in Laer gelten. „Die Schilder sind relativ klein und stehen nur am Ortseingang, das gilt für Tempo 30 und Rechts-vor-links.“

Ausgerichtet seien die Straßen auf Tempo 50, bemerkte Jörg Grunert (BBL). „Sie sind relativ gerade, haben gute Sichtachsen und sind oft, wie der Prozessionsweg, weithin einsehbar.“

Verkehrsinseln im Gutachten

Der Wunsch der CDU-Fraktion, das Projekt auf das Verkehrsgutachten von 2013 zu stützen, erwies sich als wenig ertragreich. Dort findet sich außer den vorgeschlagenen Verkehrsinseln nichts zum Thema Tempodrosselung. Frank Hiltermann von der CDU erklärte dazu, er kenne das Verkehrsgutachten nicht und sei davon ausgegangen, dass etwas Sinnvolles darin steht. Nun soll es dem Fachausschuss zur Beratung vorgelegt werden.

„Helfen tun nur Messungen und Strafen“, befand Michael Geschwinde von den Grünen. Radarkontrollen seien aber schwer in 30er-Zonen, erläuterte dazu Bauamtsleiter Stefan Pelz.

Mobile Messtafel

Besser funktioniert die Geschwindigkeitsmesstafel, die Gemeinde und Verkehrswacht angeschafft haben. „Wir haben extra ein mobiles Gerät gekauft, damit wir es überall einsetzen können“, sagte Bürgermeister Franz Vollmer. „Auf jeden Fall sollten wir endlich Tempo 30 durchsetzen“, fasste der Ratsvorsitzende Roland Hemsath die Diskussion zusammen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN