Vier Wochen sind kein Monat Unwissen oder Schludrigkeit: Fehler im Bad Laerer Bauamt

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Ein Blick ins Baugesetzbuch erleichtert das Planverfahren. Foto: Stadt GMHEin Blick ins Baugesetzbuch erleichtert das Planverfahren. Foto: Stadt GMH

Bad Laer. Zwei Fehler in einem Verfahren: Das ist schon ungewöhnlich. Ungewöhnlich, ja was denn? Ungewöhnlich schlecht, ungewöhnlich nachlässig, schludrig, gar inkompetent?

Nennen wir Fehler Nummer eins erst mal erstaunlich. Gerade weil Bauleitverfahren extrem formell ablaufen, wie Stefan Pelz sagt, sollte ein Bauamtsleiter die Rahmenbedingungen aus dem Eff Eff kennen.

Doch statt die umweltbezogenen Stellungnahmen zu den Plänen detailliert aufzuführen, wurden sie pauschal zusammengefasst. Welchen Anteil der Planer an diesem Versäumnis hat, ist von außen nicht erkennbar.

Der zweite Fehler aber ist ein noch dickerer Hund: die Offenlegung der Pläne für vier Wochen. Jedes Schema für Bauleitverfahren gibt die Dauer dieser Offenlegung mit einem Monat an. Das Baugesetzbuch ohnehin. Und ein Monat ist nun mal etwas anderes als vier Wochen.

Würde man im Normalfall die Verantwortung für die kapitalen Fehler auch beim Chef der Verwaltung, dem Bürgermeister sehen, ist der in diesem Fall weitgehend außen vor. Franz Vollmer, selbst lange Jahre Bauamtsleiter in Rheda-Wiedenbrück, war krank und trägt damit, zumindest unmittelbar, keine Verantwortung für das Versagen der Bauabteilung. Die Frage aber sei erlaubt, ob dort nicht vielleicht ein paar Nachhilfestunden im Fach Baurecht angesagt wären.


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