Ponyhof-Pension Hartmann Reitferien für Familien und Schulklassen in Bad Laer

Von Harald Preuin

Petra und Peter Hartmann (v.l.) führen die Ponyhof-Pension Hartmann in Bad Laer, sehr zur Freude der großen und kleinen Gäste.Foto: Harald PreuinPetra und Peter Hartmann (v.l.) führen die Ponyhof-Pension Hartmann in Bad Laer, sehr zur Freude der großen und kleinen Gäste.Foto: Harald Preuin

Bad Laer. Das Goldene Jubiläum steht vor der Tür: Fast 50 Jahre gibt es auf dem Hof Hartmann in Bad Laer Reitfreizeiten für Kinder und Jugendliche. Die Ponyhof-Pension Hartmann hat sich seitdem einen Namen gemacht für schöne, erholsame Reitferien für Familien. Aber auch für Schulfreizeiten oder Tagesgäste.

Der Dammweg ist die Zufahrt zum Ponyhof. Weite Wiesen für kleine und große Pferde säumen die Gebäude. Fröhliche Kinder auf und an der großen Koppel, hier und da ein Erwachsener. Die Stimmung ist ganz entspannt. Im Hof der Pension bereiten Kleine und Große ihre Ausritte vor. Die Ponys sind gezäumt, was fehlt, ist der Sattel. „Die meisten unserer Ponys werden ohne Sattel geritten“, klärt Petra Hartmann verständnisvoll lächelnd den neugierigen Besucher auf.

Verschiedene Größen

Es stehen Isländer, Tinker, Haflinger, Norweger, Deutsche Reitponys, Pintos, Palomino und Shetland-Ponys bereit. Die Jüngsten reiten auf Größen zwischen einem Meter und 1,49 Meter. Kleinpferde bis 1,59 Meter schließen die Lücke bis zu einigen Pferden für große Gäste. Mehr aus Bad Laer

Die Kinder kennen sich aus mit den Tieren, besonders die Mädchen. „Für die ist neben dem Reiten das Drumherum sehr wichtig mit Pflegen, Striegeln und Füttern. Die Mädchen betüddeln gern die Pferde, Jungs dagegen wollen am liebsten sofort reiten.“ Sie fühlen sich hier wie der Hahn im Korb – kein Wunder bei einem Mädchenanteil von 90 Prozent.

Von Mund zu Mund

35 Ponys stehen den jungen Feriengästen zur Verfügung. Jedes Kind bekommt während des Aufenthaltes ein eigenes Pony, das es täglich fünf Stunden reiten und pflegen darf. Nach den Osterferien ist erst einmal wieder etwas Ruhe eingekehrt. Doch auch Schulklassen aus der näheren und weiteren Umgebung kehren für Freizeiten und Projektwochen bei Hartmanns ein. Große Werbung ist dazu nicht nötig, sagt Peter Hartmann, die Nachfragen resultieren aus der Mund-zu-Mund-Propaganda.

Für die Viert- bis Sechstklässler gibt es ein reichhaltiges Angebot. Bauernhofbesichtigung, Frei- oder Hallenbad, Minigolfen, Lehrbienenstand, Geoinformationspfad, Barfußpark mit Wassertretbecken, Bewegungsparcours, Ziegenhof mit Käseherstellung, historische Ortsführung, Salinenbesichtigung und Heimatmuseum. Alles in der Nähe, außerdem werden Tagesausflüge in den Zoo Osnabrück, zur Varusschlacht in Kalkriese und eine Stadtbesichtigung in Osnabrück angeboten.

Fremdenzimmer

„Viele Gäste kommen seit Jahren immer wieder zu uns“, freuen sich Hartmanns. Das war schon Ende der 1960er Jahre so, als Peter Hartmanns Mutter Elisabeth auf dem Bauernhof die ersten Pläne schmiedete, Übernachtungsmöglichkeiten in Fremdenzimmern anzubieten. Sein Vater Wilhelm, ein gelernter Fleischer, war in Sachen Vieh und Fleisch unterwegs. So gab es auf dem Hof nicht nur Kühe und Schweine, sondern auch Reitpferde. Und die stellte Hartmann senior für seine ersten Pensionsgäste zur Verfügung.

Heute hat die Ponyhof-Pension Hartmann 23 Zimmer. Für die wachsende Nachfrage wurde vor ein paar Jahren ein Gästehaus errichtet. Doppel-, Dreibett- und Vierbettzimmer sowie Familienzimmer sind im Angebot. Im Haupthaus liegt der Speiseraum, wo alle Mahlzeiten eingenommen werden. Für den Pensionsbetrieb wurde eine Köchin eingestellt, die die Versorgung der Gäste mit Petra Hartmann und Aushilfskräften managt.

„only for kids“

Eltern mit den Kindern, Großeltern mit ihren Enkeln, aber auch alleinreisende Kinder gehören zu den Gästen. Dazu haben Hartmanns das Angebot „only for kids“ ins Leben gerufen. Es hat sich gezeigt, dass die Zehn- bis 16-Jährigen schnell miteinander Kontakt bekommen: „Das geht mit den Pferden ganz unkompliziert“, erklärt Petra Hartmann, die den Reitbetrieb mit einer Mitarbeiterin und studentischen Hilfskräften organisiert.

Die Ausritte rund um den Hof sind beliebt. Die Eltern begleiten ihre Kinder zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Neben dem Reiten ist auch Spielen angesagt auf dem Spielplatz mit Schaukel, Sandkasten, Rutsche und Turnreck, mit Fußballtoren, Riesentrampolin und einem Fahrzeugpark mit Go-Karts. Beliebt bei Hausgästen und Tagesbesuchern sind neben dem Ponyreiten auch Ausflüge in die Umgebung mit Ponykutschen, die stundenweise vermietet werden. Peter Hartmann: „Die Ponys sind sehr erfahren, die finden immer wieder heim.“