Geschäftsführerbericht Bad Laerer Solevital nimmt Kururlauber ins Visier

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Das Kurbad SoleVital in Bad Laer. Foto: Michael GründelDas Kurbad SoleVital in Bad Laer. Foto: Michael Gründel

Bad Laer. Seit Mai vergangenen Jahres hat das Bad Laerer Solevital zwei externe Geschäftsführer. André Morgret und Christian Wichert haben einiges verändert. Welche Rolle Kururlauber dabei spielen, präsentierte Morgret dem Gemeinderat.

Dabei geht es nicht nur um organisatorische Veränderungen. Auch das äußere Gesicht des Kurmittelhauses wurde verändert: „Es ist ein tolles Gebäude“, lobte Morgret, „aber es ist sehr modern, deshalb haben wir versucht, mit Nordsee-Accessoires etwas Atmosphäre hereinzubringen.“

Zirkeltraining

Weil die Medizinische Trainingstherapie, also das Muskeltraining an Geräten, schlecht lief, gibt es dort seit vier Wochen zu festen Zeiten ein Zirkeltraining für acht bis zehn Teilnehmer. „Wir möchten Rücken- und Gelenkpraxis werden“, kündigte Morgret an. Geleitet wird das Zirkeltraining von Physiotherapeuten, die gleichzeitig für andere Angebote de Solevitals eingesetzt werden können.

Neu ist eine Kletterwand, die sich speziell an Familien und Kinder ab fünf Jahren richtet. „Wir haben hier schon erste Kindergeburtstage gefeiert.“

Der Schwerpunkt in den beiden Solebecken liegt weiterhin auf Kursen: 160 gibt es pro Woche, „überwiegend mit Verordnungen, aber auch für Selbstzahler“.

Mitgliedschaft im Verbund „Sportnavi“

Neu ist die Mitgliedschaft des Solevital im Verbund „Sportnavi“. Ähnlich wie bei Hansefit können Firmen die Mitgliedschaft ihrer Angestellten bei Sportnavi bezuschussen. Im Rahmen eines PilotprojektŒs kommen auch die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in den Genuss der freiwilligen Nutzung des Angebots.

Gemeinsam mit den Kurärzten Dr. Jürgen Zehbe und Dr. Vinzenz Nowak möchte Bad Laer ambulante Kuren wiederbeleben. „Die ersten beiden Kururlauber hatten wir schon da.“ Sie zahlen ihre Unterkunft selbst, die Anwendungen im Solevital werden ihnen verordnet.

Sorgenkind Sole-Lounge

Die Sole-Lounge komme nicht so an wie erhofft, berichtete der Geschäftsführer. „Die Soleverrieselung ist leider unser Stiefkind und wird noch zu wenig genutzt.“ Als Pilotprojekt wurde jetzt eine Verordnung für Inhalationstherapie von einem Patienten bei seiner Krankenkasse eingereicht – mit Erfolg.

Zwei Externe bieten im Solevital ihre Leistungen in einer Podologie- und einer Kosmetikpraxis an. Das Bistro ist nicht mehr verpachtet, seit die bisherige Betreiberin aus Altersgründen gekündigt hat. „Seit Dezember machen wir das selbst. Das Angebot mit Mittagessen, Kaffee, Kuchen und Eis ist geblieben.“ Zum Sommer soll die Terrasse geöffnet werden.

„Und die Zahlen sprechen für sich“, lobte Roland Hemsath Morgret und Wichert. Das Defizit im Kurmittelhaus sei um 23 Prozent gesunken.


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