Krippen, Sterne und Engel Alfred Schlingmann öffnet seine Hobby-Werkstatt

Von Petra Ropers

Jede anders und alle handgefertigt: Zum zweiten Mal öffnet Alfred Schlingmann seine Hobbywerkstatt zu einer Krippenausstellung. Foto: Petra RopersJede anders und alle handgefertigt: Zum zweiten Mal öffnet Alfred Schlingmann seine Hobbywerkstatt zu einer Krippenausstellung. Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Wie sah es damals aus im Stall zu Bethlehem? Alfred Schlingmann lässt bei seiner Antwort auf diese Frage seine Fantasie spielen. Das vielgestaltige Ergebnis zeigt der Bad Laerer in den kommenden Wochen bei einer Krippenausstellung in seiner Werkstatt.

Die Hände einfach in den Schoß legen? Das kommt für den 83-Jährigen bis heute nicht in Frage. Wenn er nicht aus Liebhaberei alte Möbel aufarbeitet, steht er an der professionell ausgestatteten Werkbank, um Krippen zu bauen. Und die finden ihre Fans weit über die Grenzen von Bad Laer hinaus. Mal als einfacher Stall im Fachwerkstil, dann wieder aufwändig mit angeschlossenem Wohnhaus bieten sie Raum für das Geschehen der Weihnacht.

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Im Trend mit offenen Seiten

Für seine aktuelle Ausstellung ging Alfred Schlingmann auch neue Wege: Nur zwei Pfeiler mit dekorativem Rundbogen tragen auf der Vorderseite das schindelgedeckte Dach seiner jüngsten Krippen-Kreationen. „Offene Krippen werden immer beliebter“, stellte der passionierte Hobbykünstler fest. „Da kann man mit den Figuren besser variieren.“ Als Material verwendet Alfred Schlingmann massive Eiche oder Ulme, die er für die hellen Gefache eines Fachwerkbaus um leichte Ahornplatten ergänzt.

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Und das eine oder andere Jesuskind schläft sogar zwischen geschichtsträchtigen Mauern. Denn noch hütet der Bad Laerer einige Reste jener alten Eichenbalken, die bis zum Umbau 1980 ihren Dienst im Schützenhaus auf dem Blomberg versahen. In seinen Krippen finden sie seit einigen Jahren eine neue Bestimmung. Doch der Bad Laerer beschränkt seine handwerkliche Kreativität nicht auf Krippen allein.

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Vogelhäuschen für Schnapsdrosseln

Die Ausstellung in seiner Hobbywerkstatt bereichern deshalb Engel und Sterne aus Ahorn und Eiche, luxuriöse Futterhäuschen mit ebenso simpler wie sinniger Feststelltechnik für das aufklappbare Dach und hölzerne Ringe für Meisenknödel. Die Vogelhäuschen, die scheinbar zur Unzeit zum Brüten einladen, trügen allerdings. An der Sitzstange aufgeklappt, entpuppen sie sich als patenter Aufbewahrungsort für Schnapsgläser nebst Flasche. Die Nachfrage nach Holzarbeiten aus Alfred Schlingmanns Hobbywerkstatt ist groß. Mehr aus Bad Laer

Fast täglich steht er deshalb an Werkbank und Bandsäge, um die Tische und Regale zur Adventsausstellung zu füllen. Im vergangenen Jahr öffnete er erstmals seine Werkstatt. Nun hat er vor allem die Zahl der ausgestellten Krippen noch einmal deutlich erweitert. Geöffnet ist die Ausstellung auf dem Hof Giesker im Örtlingerort 4 täglich von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Zusätzlich lädt Alfred Schlingmann am Sonntag, 11. und 18. Dezember, zur gleichen Zeit zu zwei Tagen der offenen (Werkstatt-)Tür ein.