Einstimmig gewählt Wilhelm Richter neuer Ortsbürgermeister in Hardensetten

Von Frank Muscheid

Der Ortsrat setzt mit Bernd Rötrige, Michael Geschwinde, Ortsbürgermeister Wilhelm Richter, Stefan Vedder und Cord Wahlmeyer seine Arbeit fort. Foto: Gemeinde Bad LaerDer Ortsrat setzt mit Bernd Rötrige, Michael Geschwinde, Ortsbürgermeister Wilhelm Richter, Stefan Vedder und Cord Wahlmeyer seine Arbeit fort. Foto: Gemeinde Bad Laer

Bad Laer. Einstimmig hat der Ortsrat Hardensetten während der konstituierenden Sitzung Wilhelm Richter zum neuen Ortsbürgermeister gewählt. Nach zwei Wahlperioden wollte Stefan Vedder das politische Ehrenamt abgeben.

Während Richter Schichtdienst hat, soll ihn nun je einer der vier übrigen Ortsratsmitglieder vertreten. Gleich vier Stellvertreter hat der Ortsrat daher gewählt: Michael Geschwinde, Bernd Rötrige, Cord Wahlmeyer und Stefan Vedder. Vedder nannte für seinen Rücktritt teilweise private Gründe und wie man während des Wahlkampfes „miteinander umgegangen ist“. Den neuen Ortsbürgermeister und zugleich Ältesten im Ortsrat erwarten alte Herausforderungen. Denen wolle er sich widmen, bekräftigte Richter. „Ich habe gesagt, ich mache es. Es muss weitergehen.“

Bänke als Dorferneuerung

Thema Dorferneuerung: Hier befürwortete der Ortsrat, Sitzgelegenheiten entlang beliebter Radrouten durch Hardensetten zunächst als einzigen Antrag einzureichen, so Vedder, weil aus Geldgründen „von den gewünschten Maßnahmen nicht viel umzusetzen ist“, wie etwa Rad- und Fußrundweg an Heideweg und Regenrückhaltebecken oder Straßenführung der Warendorfer Straße. Ein Parkplatz am Kalvarienberg könne etwa über den Kalvarienberg-Verein beantragt und realisiert werden, weil künftig Vereine mit 50 statt 30 Prozent gefördert würden, so Vedder. Stefan Pelz nahm für die Verwaltung den Auftrag mit, noch einmal zu prüfen, ob die Förderung über das Dorferneuerungsprogramm Sinn mache. Zuvor machte er deutlich, dass der finanzielle Umfang von Projekten unter Umständen vergrößert werden müsse, um Fördervoraussetzungen zu erfüllen, und Finanzierungen aus eigener Tasche und über Sponsoren daher je nach Projekt sinnvoller sein könnten. Zudem verpflichte das Dorferneuerungsprogramm dazu, Anlagen zwölf Jahre instandzuhalten. Mehr aus Bad Laer

Straßenschäden bleiben akut

Weiteres Dauerthema bleiben die Straßen. Bei rund 200 Kilometern Straße und etwa 150 Euro Erneuerungskosten pro Quadratmeter reichten die Haushaltsmittel nicht, um alle Straßen zu erneuern, so Pelz. Die Verwaltung suche derzeit nach einem Unternehmen, das für eine Pauschale regelmäßige Reparaturen ausführe. Der Zustand vieler stark benutzter Straßen wie des Wiemannsweges verschlechtere sich zusehends, betonte etwa Vedder. Sie seien für die wachsenden Tonnagen nicht ausgelegt. Klärungsbedarf gibt es auch mit der Landwirtschaft. Die Verwaltung wolle Wegerandstreifen erhalten, die, so Pelz, als kostenlose Ausgleichsfläche für Baugebiete nach dem Bramscher Modell dienen könnten. Ebenfalls auf den Nägeln brennt der Sandabbau in den Heideseen , erklärte Richter. Der komme der benachbarten Siedlung mit gut 150 Anwohnern immer näher. Wo abgebaut werden dürfe, sei klar in einem Plan festgelegt, betonte aber der Verwaltungsmitarbeiter. Darüber soll bei einer öffentlichen Ortsratsitzung informiert werden.