zuletzt aktualisiert vor

Verrückte Hühner und Frauenpower Ein wirklich „Bunter Nachmittag“ der kfd Bad Laer

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Laer Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bad Laer. Große Ehre für die katholische Frauengemeinschaft Bad Laer (kfd), denn „Pater Pio“ alias Gisela Larmann wurde vom Papst persönlich aus Rom zum Gasthaus Plengemeyer geschickt, um dort für die 300 Gäste das „Wort zum Sonntag“ zu sprechen. Begleitet von Ingrid Kälker, die als „Schwester Intelligenta“ sein holpriges Italienisch-Latein-Sprachgemisch übersetzte, ließ diese Schauspieleinlage den „Bunten Nachmittag“ schon lustig beginnen.

Es wurde getratscht, gelacht und geschunkelt an den langen Tischreihen im mit Frauen im Ü-40-Alter gefüllten Festsaal. „Schade, dass so wenig junge Frauen nachrücken“, meint Gabriele Bevermann vom Vorstand der kfd Bad Laer.

„In den 70ern war es gang und gäbe, dass man sich, wenn man verheiratet war und Kinder hatte, dem Verein anschloss“, ergänzt eine Dame vom Nachbartisch.

Ein abwechslungsreiches Showprogramm, komplett realisiert von den Mitgliedern der kfd, bot Theater, Tanz und Gesang. Schon zur Tradition dieser immer am Jahresanfang stattfindenden Veranstaltung geworden, erfüllte der Salzbachchor unter Leitung von Olga Dahlke mit klingenden Stimmen und „Weißen Rosen aus Athen“ den Raum.

Die Volkstanzgruppe wärmte die Bühnenbretter auf, bevor die „Musical Mothers“ in Glitzer-Disco-Brillen und Neon-Outfit zum ABBA-Hit „Does your mother know?“ mit ihrer fetzigen Stepper-Choreografie weiter einheizten.

Auch beim plattdeutschen Theaterstück „Die erste Rente“, war Frauenpower angesagt. Mathilde, gespielt von Maria Bunte, weiß das Leben zu genießen und lässt sich nicht von ihrem knauserigen Mann Hannes, den Hildegard Glosemeyer darstellte, um ihre Rente bringen. Das Stück sorgte nicht nur für viele Lacher im Publikum, auch die Schauspieler selbst konnten sich das ein oder andere Grinsen bei den lustigen Texten nicht verkneifen, was sehr sympathisch wirkte und Elsbeth Fabian, die inzwischen über 80-jährige Autorin des Stückes, laut applaudieren ließ. „Es ist sehr gut rübergekommen“, lobte sie.

Besonderen Ideengeist bewiesen Susanne Bevermann, Ingrid Kälker und Petra Wientke als „die drei Tenöre“. Mit dem für die Zuschauer nicht sichtbarem Trick, die Füße in eingerastete Skischuhe zu stecken, konnten sie beim Playback weit in ihren Bewegungen ausholen, die Körper in ungewöhnlich aussehender Weise nach vorne und hinten schaukeln und ernteten dafür stehende Ovationen und Zugaberufe.

Schon bekannt für ihre ausgefallenen Darbietungen, in denen sie durch selbst geschneiderte Kostüme unerkannt bleiben wollen, ist die vor zehn Jahren gebildete Frauen-Gruppe rund um Choreografin Karin Lüpken und Maria Maßmann. Als „Verrückte Hühner“ begeisterten sie mit einer Schwarzlichtshow. „Die leuchtenden Hühnerköpfe waren Tennissocken, die roten Füße aus Neonpappe“, verrät Maria Maßmann nach dem Auftritt.

Die kfd ist mit 730000 Mitgliedern der größte Frauenverband Deutschlands. 665 Mitglieder zählt die kfd Bad Laer zurzeit. Der Verein bietet ein abwechslungsreiches Jahresprogramm mit Sport-, Bastel-, Vortrags- und Ausflugsangeboten.

Einer der diesjährigen Höhepunkte ist eine Drei-Tage-Fahrt nach Erfurt im April.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN