Klangwelten harmonisch vereint Duo Hilmar Hajek und Jörg Elmar Kerll in Bad Laer

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Zu einer Reise durch ferne Klangwelten luden Hilmar Hajek und Jörg Elmar Kerll die Musikfreunde in Bad Laer ein. Foto: Petra RopersZu einer Reise durch ferne Klangwelten luden Hilmar Hajek und Jörg Elmar Kerll die Musikfreunde in Bad Laer ein. Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Klänge von meditativer Ruhe und archaischer Kraft faszinierten am Dienstag die Musikfreunde in der Kirche Mariae Geburt: Zum wiederholten Male luden die Osnabrücker Musiker Hilmar Hajek und Jörg Elmar Kerll zu einer Reise durch ferne Klangwelten ein.

Ihr Gastspiel im Oktober hat in Bad Laer bereits Tradition und eine feste Stammhörerschaft. Für sie setzten Hajek und Kerll der reizüberfluteten Welt erneut eine stimmige Gesamtkomposition aus Klang und Licht entgegen. Farbige Strahler erleuchteten dabei die mächtigen Säulen der Kirche. Fremdartig anmutende Instrumente verteilten sich über Altarraum und Mittelgang – darunter Tibethörner und Didgeridoos aus Australien, Saiteninstrumente wie persische Santur und Monochord, eine japanische Shakuhachi-Flöte und Muschelhörner aus dem Indischen Ozean.

Klangbilder im Werden und Vergehen

Ihre unterschiedlichen Klangbilder verbanden sich mit einer Vielzahl von Rhythmusinstrumenten aller Kontinente. Ohne jede Hast gab das Osnabrücker Duo dabei dem Werden und Vergehen der Töne Raum. Mal als zarter Hauch durch die Kirche schwebend, dann wieder von archaisch anmutenden Rhythmen vorangetrieben, führte ihre Klangreise weit weg von der hektischen Betriebsamkeit des Alltags. „Schließen Sie zwischendurch einmal die Augen“, rieten die Musiker ihren Zuhörern, die sich gerne in ferne Sphären entführen ließen.

Fast unmerklich erhob sich dabei aus der vollkommenen Ruhe das Singen der Klangschalen. Mächtige Tibethörner schickten mit zwingender Kraft zu den Rhythmen der Tam Tam in „Schwenk“ ihre spürbaren Vibrationen über die Köpfe der Konzertbesucher hinweg. Mit der japanischen Shakuhachi und dem australischen Didgeridoo verband sich der Saitenklang des bereits in der Antike bekannten Monochords in „Kotamo“: In wechselnden Klangfarben und Instrumenten-Konstellationen begaben sich Hilmar Hajek und Jörg Elmar Kerll auf die Reise.

Zarte Töne und archaisches Klanggewitter

Zwitschernde Schwirrhölzer und das durchdringende Gewitter der gewaltigen Gongs, zarte Saitenklänge und der archaische Klang des Muschelhorns: Anderthalb Stunden lang wechselten dynamisch anschwellende Parts mit einer gehaltvollen Ruhe, die im Innern nachhallte. Dabei verzichteten die beiden Multiinstrumentalisten bewusst auf einen abrupten Wechsel zwischen den Kompositionen.

Vielmehr verwoben sich die einzelnen Stücke zu einem vielfarbigen und in sich stimmigen Klangteppich, der faszinierte und die Konzertbesucher noch lange nach dem letzten Ton mit interessierten Blicken vor die Instrumente lockte.


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