In Sachthemen nah beieinander Diskussion zur Wahl in der Oberschule Bad Laer

Von Rolf Habben

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Stellten sich den Fragen der Moderatoren Tim Große-Honebrink, Martin Schwenne und Max Paleit (Bildmitte) und der Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und zehn (von links): Frank Hiltermann (CDU), Uwe Frerig (BBL), Marc Thele (Grüne) sowie Alois Diekamp (FDP). Foto: Rolf HabbenStellten sich den Fragen der Moderatoren Tim Große-Honebrink, Martin Schwenne und Max Paleit (Bildmitte) und der Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und zehn (von links): Frank Hiltermann (CDU), Uwe Frerig (BBL), Marc Thele (Grüne) sowie Alois Diekamp (FDP). Foto: Rolf Habben

Bad Laer. Viel Konsens unter den Kandidaten ist das Fazit einer Podiumsdiskussion der Oberschule Bad Laer. In sachlicher und betont fairer Atmosphäre diskutierten die Vertreter der Parteien zur Kommunalwahl am kommenden Sonntag mit den Schülern der weiterführenden Schule. Die Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen Bad Laers wiesen in der gut eineinhalbstündigen Diskussion wenig Divergenzen auf, wenn überhaupt, dann nur nuanciert in wenigen Bereichen.

Den Fragen der Moderatoren Tim Große-Honebrink, Martin Schwenne und Max Paleit, alles Schüler der Klasse 10c und des Auditoriums aus Schülern der Jahrgangsstufen neun und zehn mit insgesamt sieben Klassen, stellten sich Frank Hiltermann (CDU), Uwe Frerig (BBL), Alois Diekamp (FDP) sowie als Neuling Marc Thele (Grüne). Johannes Mönter von der SPD war beruflich verhindert. Der Kandidat der AfD, Rüdiger Struck, war nicht eingeladen, seine Partei stand dennoch eingangs vor dem aktuellen Hintergrund der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern im Mittelpunkt.

Ablehnung

Zum Flüchtlingsproblem ist Hiltermann „überzeugt, dass Angela Merkel das Richtige getan hat“. Angesprochen auf das Flüchtlingsproblem und einen möglichen Einzug der AfD in den Gemeinderat waren sich alle Kandidaten in ihrer Ablehnung einig. Thele verweist auf die „Flüchtlingshilfe Bad Laer“, deren Mitinitiator er sei. Für ihn ist die AfD eine Verführerin, befürchtet jedoch, dass die Partei es auch hier schafft. Für Hiltermann gebe es „wahrscheinlich auch in Bad Laer Leute mit gleicher Denkweise, wie sie die AfD“ vertritt, während Frerig mahnt, das Ergebnis im neuen Bundesland ernst zu nehmen und die Wähler nicht pauschal als „rechtsgerichtet abzustempeln“. Für Diekamp gibt es angesichts der geringen Zahlen kein Flüchtlingsproblem in Mecklenburg-Vorpommern und er bemängelte in diesem Zusammenhang die Abwesenheit des AfD-Kandidaten. (Weiterlesen: In Bad Laer ist die AfD dabei – Wer will in die Südkreis-Räte? Das sind die Kandidaten )

Einen breiten Raum nahm die Bildungs- und Schulpolitik ein. Alle Bewerber waren sich einig, dass der Schulstandort Bad Laer einen guten Ruf und die Oberschule „einen Top-Namen“ (Diekamp) habe und deshalb erhalten bleiben solle. Mit Blick auf die aktuellen Diskussionen um erweiterte Schulangebote wie die IGS in Dissen oder Georgsmarienhütte, sind sich die Politiker einig, dass die weitere Entwicklung von Schulstandorten derzeit nicht absehbar sei und Konkurrenzdenken unter den Kommunen eher schädlich sei. Abschließend forderten alle Politiker die Erstwähler unter den Schülern auf, von ihrem Wahlrecht gebrauch zu machen. Wahlen seien eine unmittelbare Möglichkeit, etwas zu bewegen, sich zu engagieren und den Ort, in dem man lebt, dadurch mitzugestalten.

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Interesse der Schüler

Die Veranstaltung sei natürlich nicht zufällig, so Konrektor Klaus Berdelmann. Anlass des Exkurses sei, das Interesse der Schüler für Politik im allgemeinen und für die anstehenden Kommunalwahlen im besonderen zu wecken, erläutert Berdelmann, der auch Leiter des Wahlpflichtkurses „Politik“ an der Schule ist.

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