zuletzt aktualisiert vor

Sole-Freibad in Bad Laer Eröffnung der Bade-Saison 2016

Von Silke Bicker


Bad Laer. Pünktlich um sieben Uhr morgens warteten die ersten Gäste der Freibad-Saison auf den Einlass. Trotz der noch sehr frischen Luft freuten sie sich am sonnigen 1. Mai darauf, wieder in die warmen Fluten des Bad Laerer Sole-Freibades zu springen.

„Junge und alte Menschen baden hier bei uns. Die meisten von ihnen sind Saisonschwimmer, das ist das Besondere an Bad Laer. Die stehen schon morgens vor sieben Uhr auf der Matte, damit sie zügig hereinkommen,“ erzählte Lars Gehlhaar zufrieden, der Betreiber des Sole-Freibades.

Dauerkarten

Die meisten von ihnen seien Inhaber von Dauerkarten. So rund 20 Leute kämen täglich zwischen sieben und acht Uhr morgens. Statt eines Sprungturms bietet das Bad eine breite, offene Wasserrutsche für jung und alt. Tatsächlich rutschten die ersten Senioren bereits um acht Uhr fröhlich in das Becken hinein. „So komme ich morgens gut in den Tag. Nicht erst langsam den Zeh in das Wasser stecken sondern gleich reinsausen – das bereitet genauso viel Spaß wie früher als Kind,“ schmunzelte eine Seniorin. 

Ideal sei die Lage am Sport- und Schulzentrum. Die Jugendlichen kommen gegen halb Vier aus der Schule, gehen nach Hause und danach oft zum Sporttraining. Und schlüpften dann verschwitzt durch die kleine Tür in das Freibad. Das sei die typische Erholung für Schüler im Sommerhalbjahr. Mehr aus Bad Laer

Herzliche Atmosphäre

Auch die erwachsenen Gäste seien hier sehr freundlich. „Es herrscht eine sehr persönliche, herzliche Atmosphäre im Bad selbst. Da gibt es niemanden, der eine Bahn für sich verlangt“, sagte Gehlhaar. Das Wasser hat mit 24 bis 27 Grad Celsius eine Wohlfühltemperatur. Gut für Menschen mit Rheuma. Das ziehe auch Leute von weiter her an. „Wir kommen regelmäßig zwei Mal pro Woche bei Wind und Wetter. Die Sole im Wasser und die ganze Atmosphäre finden wir sehr angenehm. Wir kommen zu fünft - mit Kind und Kegel sozusagen“, sagte ein Badegast aus dem 70 Kilometer entfernten Oelde. Vielen Schwimmern gefalle auch die natürliche Sole-Dusche. Die liefere zwar kaltes Wasser, aber dafür helfe sie bei verschiedenen Hautallergien wie Neurodermitis. Und wenn die Luft morgens noch frisch wäre, funktioniere danach die Durchblutung umso besser. Das Wasser kommt mit Eigendruck ohne Pumpe direkt aus dem Boden. Es liefert neben dem Salz auch eisenhaltige Mineralien. Dies ist unschwer zu erkennen, denn auf den Fliesen sammeln sich die rostbraunen Eisenbestandteile der Sole. 

„Wir erklären Neulingen immer wieder, dass das kein Dreck, sondern Mineralien sind. Das ist so. Das Wasser kommt aus der Natur, direkt aus dem Boden,“ führte Gehlhaar aus.

Täglich kämen etwa 200 Badegäste bei jedem Wetter. „Ich merke, wie gut es tut, einmal am Tag zu schwimmen. Das mache ich seit 27 Jahren. So lange beziehe ich die Dauerkarte und die will ich nutzen. Letztes Jahr fiel manchmal die Heizung aus, aber das stört mich nicht. Beim Schwimmen wird man ja warm“, sagte eine rüstige Bad Laererin.