Jugendschießsport in Müschen 304 Jungschützen im Wettbewerb in Bad Laer

Die Sieger: 304 Kinder und Jugendliche nahmen an der Jugendschießwoche des BSV Müschen teil. Foto: Anke SchneiderDie Sieger: 304 Kinder und Jugendliche nahmen an der Jugendschießwoche des BSV Müschen teil. Foto: Anke Schneider

Bad Laer. Nachwuchs zu werben wird für Vereine immer schwieriger. Der Bürgerschützenverein Müschen ist in Sachen Nachwuchsmotivation allerdings eine Art Leuchtturm im südlichen Osnabrücker Land. Seit 25 Jahren veranstaltet der Verein eine Jugendschießsportwoche, zu der in diesem Jahr 304 Kinder und Jugendliche kamen.

Die Kinder und Jugendlichen kamen nicht nur aus dem Schützenkreis Teutoburger Wald. Auch aus Detmold und Münster war der Schützennachwuchs im Alter zwischen sieben und 20 Jahren angereist, um an der 26. Jugendschießsportwoche teilzunehmen.

Geschossen wurde in 30 Klassen. „Die Kleinsten ab sieben Jahre dürfen mit dem Lichtpunktgewehr schießen“, erklärte Jugendsportleiter Jürgen Stumpe, der die bunte Schar gemeinsam mit Sportleiter Josef Hoffmann betreut hat. Ab elf Jahren dürfen die Kinder ans Luftgewehr, ab 16 ans Kleinkaliber. Geschossen wurde sowohl Freihand als auch auf Auflage, jeweils in verschiedenen Altersstufen.

Die sportlichen Wettbewerbe zogen sich über zwölf Tage hin. Wochentags wurde von 18 bis 21 Uhr geschossen, am Wochenende von 11 bis 18 Uhr. Am Samstag standen endlich alle Sieger fest und für die Einzelleistungen als auch für Mannschaftsleistungen wurden die Glaspokale übergeben. „Die Mannschaften bekommen einen Munitionspreis“, erklärt Stumpe. Mit 3000 Schuss Munition könnten die Kinder und Jugendlichen am Ende mehr anfangen, als mit einem Pokal, der im Schützenhaus herumstehe.

Ein besonderer Pokal ist der Wanderpokal des BSV Müschen, der in diesem Jahr erstmals nach Heidland-Strang geht. Die Schützen (zwei Auflage und einer Freihand) waren Aylin Temme, Jonas Kleiber und Justin Antunes. Aylin Temme ist gleichzeitig auch die beste Schützin der Jugendschützenwoche. Von 200 möglichen Ringen erreichte sie 200, schoss also jedes Mal eine Zehn.

Für Jürgen Stumpe und seine Mitstreiter ist der Wettbewerb jedes Jahr eine Mammut-Veranstaltung mit viel Zeit-Aufwand. Getragen wird das Engagement der Müschener Schützen vor allem von Idealismus. „Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen auch mal hier in der Region miteinander messen können“, sagt er. Zum Glück stünden die Eltern im Wesentlichen voll dahinter und begleiteten ihre Schützlinge zuverlässig. „Sie wissen einfach, Ende April geht es nach Müschen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN