„Harrier“-Absturz Vor 30 Jahren stürzte ein Kampfflugzeug in Bad Laer ab

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Bad Laer. Nur knapp schrammte Bad Laer am 18. Februar 1985 an einer Katastrophe vorbei: Zwei Kampfflugzeuge waren vor 30 Jahren im Luftraum über dem Heilbad kollidiert und abgestürzt. Ein britischer Pilot kam dabei ums Leben.

Sein Senkrechtstarter schlug im Wald am Blomberg auf. Das zweite Flugzeug, ein Starfighter F104 der Bundeswehr, stürzte wenige Kilometer entfernt auf einem Acker im westfälischen Hesselteich ab, einem Ortsteil von Versmold. Der deutsche Pilot und der Co-Pilot des im Norden Bad Laers abgestürzten britischen Senkrechtstarters Harrier konnten sich mit ihren Schleudersitzen retten. Sie wurden verletzt mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser nach Osnabrück und Gütersloh geflogen.

Die zweisitzige Harrier war in Gütersloh zu einem Übungsflug gestartet. Der Starfighter vom Marinefliegergeschwader 2 war unterwegs gewesen auf einem Navigations-Übungsflug von Fürstenfeldbruck nach Eggebek in Schleswig-Holstein.

Erinnerungen eines Augenzeugen

NOZ-Reporter Achim Köpp war an der Absturzstelle in Bad Laer und fotografierte. Seine Erinnerung: „Es war Rosenmontag, ein außergewöhnlich schöner Wintertag, bitter kalt, aber herrlich sonnig. Gegen 12.30 Uhr der Anruf ,Flugzeugabsturz am Bomberg‘. Kamera greifen und ab ins Auto. Kaum steige ich oben am Blomberg kurz hinter dem Schützenhaus auf dem Platz neben dem Wasserwerk aus, kommen mir Rettungssanitäter mit einer Trage aus dem Wald entgegen. Sie bringen einen Flieger aus dem abgestürzten Kampflugzeug. Er überlebt, wie sich später herausstellt, der zweite stirbt in den Trümmern, die ringsum im Wald verstreut liegen und eine Schneise durch die Bäume gezogen haben. Mittlerweile füllt sich der Platz mit Menschen, denn der Absturz hat sich wie ein Lauffeuer im Ort herumgesprochen.

Neben den Hilfskräften von Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Notarzt sind es auch Schaulustige, die von einer Rosenmontagsfeier kommen, denn etliche sind kostümiert, tragen Narrenkappen und sind geschminkt. Aber auch solche, die wohl ihre Arbeit verlassen haben. Sie stehen zusammen, diskutieren das Ereignis und schauen den Bergungsarbeiten zu. Erst später wird uns allen klar, dass der Ort einem schlimmen Unglück entgangen ist.“


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