Humorvolle Büttenreden Karnevalsrevue der Bad Laerer Kolpingsfamilie

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Bad Laer. Ein voll besetzter Saal empfing in diesem Jahr das Laerer Prinzenpaar zur traditionellen Karnevalsrevue der Kolpingsfamilie. Der Elferrat unter der Leitung von Bernhard Aulenbrock servierte ein mehr als dreistündiges Kontrastprogramm mit rasanten Tanzeinlagen, Gesang und humorvollen Büttenreden.

Der Saal Plengemeyer bot sich beim Kolpingkarneval in diesem Jahr als Steueroase dar. „Der Narr zahlt keine Steuer – das Leben ist schon teuer“ lautete in diesem Jahr das Motto der Traditionsveranstaltung. Das kam nicht von ungefähr, ist doch die höchste Macht in diesem Staat, Seine Tollität Prinz Holger I. (Knemeyer), im Zivilberuf Steuerberater.

Wen wundert ´s, dass er nach seinem feierlichen Einzug mit seiner Ehefrau, Ihre Lieblichkeit Karin I., während seiner Grußworte Stellung zur Finanzpolitik nahm. „Stuttgart 21 wird für acht Milliarden errichtet, damit der Fahrgast Ulm in sieben Minuten erreichen kann. Für das Geld reiße ich Ulm komplett ab und baue die Stadt direkt neben Stuttgart wieder auf“, lautete sein Vorschlag. Auch mit dem eigenen Gewerbe ging er kritisch um. „Steuerberater helfen ihren Mandanten Geld zu sparen, mit dem sie dann den Steuerberater bezahlen können – ein herrlicher Kreislauf“.

Sumo-Ringer und Skifahrer

Im Anschluss präsentierten sich Gruppen aus der Bevölkerung der Steueroase auf der Bühne. Zuallererst seine Regierung, der sportbegeisterte Elferrat, der sich bei „Es lebe der Sport“ mit Sumo-Ringern, Skifahrern, Turnern und Boxern um die Ausrichtung der nächsten Olympischen Spiele bewarb.

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Die rot-weißen Funkenmariechen begeisterten das Publikum im Saal mit rasanten Tanzeinlagen, für deren Choreografie Katja Aulenbrock, Vera Landwehr und Elke Renfert verantwortlich waren. Beifallstürme gab es danach für die Kinderschola, Leitung Heike Pille, die Stimmungslieder mitgebracht hatte.

Pommes-Produktion

Maria Bunte und Heike Höpke unterhielten mit dem Sketch „Kartoffelanbau“, bei dem die Zuschauer mit Staunen erfahren konnten, dass weißblühende Erdäpfel Salzkartoffeln reifen lassen, blaublühende Pellkartoffeln und für Pommes Frites nur kreuz und quer mit der Egge durch die Pflanzreihen gefahren werden kann.

Schlag auf Schlag ging es weiter auf der Bühne. Der Ökumenische Chor unter Leitung von Elisabeth Eichholz zog manches im Ort durch den Kakao. „Neue Besen kehren gut, doch Chef in Laer zu sein erfordert Mut“, sangen die Frauen und Männer in Richtung des neuen Bürgermeisters Franz Vollmer. Die Prämierung der schönsten Kostüme, der Auftritt von Pfarrer Maik Stenzel und seines am kommenden Sonntag neu ins Amt tretenden evangelischen Amtskollegen Stephan Jannasch in der Bütt als ökumenische Frontleute, Anna Moormann am gleichen Ort als „Chantal Jay Jay Mandy Müller“ mit einem sezierenden Blick auf die Jugend von heute, und Hildegard Glosemeyer als „Änne aus Bad Laer“ brachten das Stimmungsbarometer in ungeahnte Höhen.

Dietmar Moormann brutzelte sich als Hobbykoch in der Bütt so manches Gericht zurecht, der orientalische Tanz der Bauchtanzgruppe und noch einmal die Funkenmariechen – die Karnevalsrevue war bis zum großen Finale ein wahrer Stimmungsmacher und hielt das Publikum auch nach Ende des offiziellen Programms noch lange im Saal.


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