Wohnen am Buckenberggraben Planung zum neuen Baugebiet in Bad Laer am Anfang

Von Petra Ropers

Das Plangebiet am BuckenberggrabenDas Plangebiet am Buckenberggraben

Bad Laer. Ein neues Wohngebiet soll im Norden von Bad Laer zwischen Iburger Straße und Westumgehung entstehen. In der frühzeitigen Bürgerbeteiligung stellten Stadtplaner Matthias Twisselmann und Gemeinde im Landhotel Meyer zum Alten Borgloh die Grundzüge der Planung vor.

Und die erfordert zunächst eine Änderung des Flächennutzungsplanes. Rund elf Hektar umfasst der Planbereich, der im Norden das Landhotel einschließt und im Westen von Westumgehung und Westerwieder Weg begrenzt wird. Ein Bebauungsplan wird im Parallelverfahren zunächst nur für einen Teilbereich von rund vier Hektar entwickelt. Mitten durch das Bebauungsplangebiet zieht sich der Buckenberggraben. Und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern: „Der Graben ist ein wichtiger Vorfluter, der unbedingt erhalten bleiben soll“, wies Twisselmann jeden Gedanken an eine Verrohrung zurück. Für die Planung bedeutet das: Das Bebauungsplangebiet ist durch den Graben in zwei Bereiche geteilt, die auch getrennt von der Iburger Straße aus zu erschließen sind. Angedacht ist dabei für den nördlichen Teil die Erschließung über eine Sackgasse mit abschließendem Wendehammer entlang dem Landhotel. Eine Einmündung gegenüber der Irisstraße könnte in den größeren, südlichen Teilbereich führen. Zunächst steht aber eine Reihe von Untersuchungen an – etwa zu Geruchsemissionen, Lärm und Artenschutz. Als ein Ergebnis könnte nach Aussage des Planers vom Osnabrücker Büro Dehling und Twisselmann der Bau eines Lärmschutzwalles an der Iburger Straße erforderlich werden.

Vorgesehen sind im Plangebiet mittelgroße Grundstücke für frei stehende Einfamilienhäuser. Gesetzlich nicht vorgeschrieben, für die Siedlung aber dennoch angedacht ist ein eigener Spielplatz. Aber muss es im Norden von Bad Laer überhaupt ein neues Baugebiet geben? In der Bürgerbeteiligung wurden daran angesichts der vorhandenen Baulücken im Innenbereich deutliche Zweifel laut. „Nicht alle freien Flächen sind auch verfügbar“, erinnerte dagegen Planer Matthias Twisselmann. „Und nicht alle Flächen sind für ein allgemeines Wohngebiet geeignet.“

Für Hotelier Johannes Meyer zum Alten Borgloh steht fest, dass Bad Laer die Chance des Gebietes nutzen sollte: „Die Geschäftsleute warten auf neue Bürger. Und man kann nun einmal nicht jeden dazu zwingen, in Hanglage am Springhof zu bauen.“ Noch stehen die Planungen am Anfang. Doch die Gemeinde will über das weitere Verfahren informieren, wie Bürgermeister Franz Vollmer betonte.