Entspannung ist Übungssache Anti-Stress-Techniken in Bad Laer vorgestellt

Von Frank Muscheid

Karin Berner.
              
              Foto: MuscheidKarin Berner. Foto: Muscheid

Bad Laer. „Stress lass nach – fit, konzentriert und leistungsfähig mit Entspannungstechniken“ empfahl die Bissendorfer Entspannungstrainerin Karin Berner am Mittwochabend im Gesundheitszentrum. Eingeladen zu ihrem Vortrag gegen Stress hatte der Verein Gesundheitszentrum Bad Laer, der seit 15 Jahren die „Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege“ zum Ziel hat. „Wir bestätigen jetzt die Teilnahme an Kursen“, kündigte Vorstandsmitglied Johannes Mönter an. Es gebe aber keine Garantie, dass diese jeweils von der Krankenkasse anerkannt werde.

Zum Vortrag kamen nur eine Handvoll Zuhörer. Ob andere keine Zeit hatten? Die sollte man sich aber bewusst nehmen, um Stress vorzubeugen, rät Karin Berner. Sie selbst habe als Projektleiterin im Marketing die Auswirkung von Stress erfahren und dessen Bewältigung zum Beruf gemacht. Unterschieden werden müsse zwischen positivem und negativem Stress. Fehlende Spannung im Leben könne auch schaden, Stress etwa Selbstbestätigung bedeuten. Wichtig seien wechselnde Phasen von An- und Entspannung, so steige die Leistung langsam und stetig. Werde Stress dagegen zum Dauerzustand, steige die Leistungskurve anfangs schneller, um dann einzubrechen. Stress könne krank machen. Und Stress hat, seit unsere Vorfahren Säbelzahntigern gegenüberstanden, auch seinen Sinn: Der Körper verstärkt die Muskelspannung, auch der Muskulatur um die Organe, erhöht Herzschlag und Atemfrequenz, um sich auf „Flucht oder Angriff“ vorzubereiten. „Sind wir ständig unter Anspannung, bleibt der Hormonspiegel erhöht.“ Höherer Blutdruck, Unruhe, Unzufriedenheit, Tunnelblick oder Aggressivität seien die Folge.

Zwei „erforschte und anerkannte“ Entspannungstechniken seien die progressive Muskelentspannung und das autogene Training. „Bei dem einen mache ich selbst, bei dem anderen denke ich selbst“, so Kerner zu den Techniken. Bis zu sieben Sekunden werden bei der progressiven Muskelentspannung einzelne Muskelgruppen angespannt, dann eine halbe Minute entspannt, Verspannungen lösen sich. Beim autogenen Training verändert die Vorstellungskraft körperliche Prozesse, wird mit Vorstellung von Licht, Wärme oder Schwere gearbeitet. Letzteres müsse länger trainiert werden.