Großer Bahnhof für den Neuen Bad Laerer Bürgermeister Franz Vollmer zieht ins Rathaus

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Bad Laer. Der Neue kam inkognito. Unter dem Fahrradhelm und eingehüllt in einen grün-weißen Schal, ließ sich erst nur erahnen, dass gerade der neue Bad Laerer Bürgermeister auf den Hof rollte. Aber das Erstaunen war beidseitig: Mit solch einem großen Empfangskomitee hatte Franz Vollmer nicht gerechnet.

Denn neben Jens Giesker und Frank Scheckelhoff von der Verwaltung waren auch die Ratsfraktionen mit Gratulanten ins Rathaus gekommen. Vorneweg Heinz-Josef Mönter-Meyer (BBL), der den neuen Hausherrn mit Brot und Solesalz begrüßte. Mönter-Meyers Fraktionskollegin Dagmar Schmidt dachte an ein gutes Raumklima im neuen Büro und überreichte eine großformatige Orchidee.

Dazu gab’s viele gute Wünsche und Blumensträuße. Alois Diekamp wünschte für die FDP in der Ampel „alles Gute, eine glückliche Hand“ und eine gegenseitig gute Zusammenarbeit. „Ich freu mich drauf“, dankte Vollmer für das Angebot. Markus Peters von den Grünen in der Ampel kam ohne Blumen, dafür mit grünen Worten: „Grün haben Sie von den anderen ja schon bekommen. Bleiben Sie dabei.“ Johannes Mönter von der SPD in der Ampel begleitete sein Willkommen mit den Worten: „Dann wollen wir sehen, wie es mit Bad Laer weitergeht.“ Und Johannes Eichholz (CDU) schob hinter seinen Gruß ein herausforderndes „Ab jetzt zählt’s“.

„Ich freue mich, dass heute so viele an mich gedacht haben“, staunte Franz Vollmer über den großen Bahnhof. „Ich bin gespannt auf die Aufgaben, die auf mich warten, werde mir einen Überblick verschaffen und erste Gespräche führen“, kündigte der 48-Jährige an. Auch er setze auf eine gute Zusammenarbeit mit den Fraktionen. „Dann gehen wir’s an!“

Vor dem Angehen war aber noch eine kleine Hürde zu nehmen. Die Tür zum Bürgermeisterbüro war abgeschlossen. Innen drin viel Weiß, kein Aktenordner, keine Sekretärin, dafür ein Laptop, ein Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz und eine Karte des Naturparks Osnabrücker Land an der Wand, hinter der sich eine Klee-Grafik verbarg.

Vorsichtig nahm Vollmer an seinem neuen Schreibtisch Platz, bevor er das Geschenk des Fachbereichsleiters für Ordnung und Soziales, Jens Giesker, auspackte. „Bürgermeister im Dorf: Komisches-ironisches-Gemeindechronisches“ von Karl Pumberger-Kasper, dessen Name, oh Wunder, kein Pseudonym ist. „Das wird mir eine gute Ergänzung zum Kommunalverfassungsgesetz sein“, freute sich Vollmer, der sich in der vergangenen Woche für anderthalb Stunden mit Amtsvorgänger Holger Richard austauschen konnte.

Für 12 Uhr hatte Vollmer am Montag einen Kennenlerntermin mit seinen Mitarbeitern angesetzt, um sich allen noch einmal vorzustellen: „Das Team ist mir wichtig. Die Mitarbeiter im Rathaus sind die Experten. Und Aufgaben können wir nur gemeinsam leisten. Meine Tür soll immer offen stehen, für die Mitarbeiter und für die Bürger.“ Er spüre, dass er herzlich aufgenommen worden ist, sagte Vollmer.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge hatte er in der vergangenen Woche Abschied von der Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück genommen, in der er 24 Jahre und neun Monate tätig war, die letzten Jahre als Bauamtsleiter.


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