Neue Gewerbegebiete, alte Pläne Spannende Themen im Bad Laerer Bauausschuss am Dienstag

Von Stefanie Adomeit

Auch rund um das Rathaus soll das Pflaster erneuert werden. Klinker ersetzen den alten Belag. Foto: Archiv/PartonAuch rund um das Rathaus soll das Pflaster erneuert werden. Klinker ersetzen den alten Belag. Foto: Archiv/Parton

Bad Laer. Die nächste Sitzung des Bauausschusses am Dienstag, 30. September, um 19 Uhr im Bad Laerer Rathaus verspricht Spannung und reichlich Diskussionsbedarf. Zündstoff könnte vor allem in dem von der CDU-Fraktion aufgeworfenen Thema neuer Gewerbeflächen stecken. Die fehlten in Bad Laer, Firmen suchten nach Ansiedlungsmöglichkeiten, begründet die Fraktion ihren Antrag.

Sie hat zwei Gebiete im Visier. Das erste in Müschen: südlich der Bielefelder Straße von der Straße Up de Heuchte (Lidl) nach Osten über die Versmolder Straße hinaus bis zur Stichstraße zu Hilgo. Das zweite: in Remsede südlich des neuen Bad Iburger Gewerbegebiets in Sentrup.

In Müschen waren ähnliche Überlegungen vor 13 und vor sechs Jahren auf heftige Gegenwehr gestoßen. Damals ging es um eine Fläche südlich des Gesundheitszentrums, das sich in Bananenform in nordöstlicher Richtung bis zur Versmolder Straße ziehen sollte, und ein weiteres Areal westlich und östlich der Versmolder Straße bis zum Kirchweg.

Ein zweiter Antrag der CDU-Fraktion beschäftigt sich mit der Kesselstraße. Er fordert eine Beratung über die weitere bauliche Entwicklung und Nutzung der Grundstücke im Bereich der Kesselstraße und den Ausbau des Reststücks der Straße von der bisherigen Stadtsanierungsgrenze in Höhe des Heimatmuseums bis zum Kurpark.

Kesselstraße aufwerten

Ein Aufstellungsbeschluss über den Bebauungsplan sei gefasst worden, so die CDU. Nun sei darüber zu befinden, welche baulichen Nutzungen künftig zulässig sein sollen. Eine verdichtete Bauweise, sei dort auf jeden Fall zu vermeiden, der Charakter der kleinen Straße zu erhalten. Als Verbindung zwischen Ortskern und Kurpark müsse sie aufgewertet werden.

Einen weiteren Antrag hatte ein Grundstückseigentümer eingereicht. Inhalt ist der Wunsch nach der Einleitung einer Bauleitplanung an der Ecke Glandorfer Straße und Heideweg, um dort ein Wohnhaus bauen zu können. Eine Bauvoranfrage beim Landkreis scheiterte, weil die Fläche im Außenbereich liegt. Die Gemeinde sei zuständig für die Überplanung. Der Bad Laerer Bauausschuss hatte diese jedoch schon im Juni abgelehnt.

Nun soll grundsätzlich darüber diskutiert werden, ob solche Flächen überplant werden sollen. An diesem Standort, heißt es aus der Bauabteilung des Rathauses, gebe es möglicherweise Probleme mit Immissionen aus der Kläranlage, dem Grünabfallsammelplatz und dem Bauhof, dem Gewerbegebiet Meggerhoff, der Sportanlage und der Umgehungsstraße.

Diskutieren werden die Ausschussmitglieder auch über die für 2015 geplanten Dorferneuerungsmaßnahmen – mit guter Aussicht auf Bewilligung. Da ist zum einen der Themenpark Wald: Er steht für die Gestaltung des Königsparks mit einer Straßenverschwenkung. Zurzeit würden hier Gespräche mit dem Verpächter geführt, Es gebe unterschiedliche Meinungen über die Nutzung der Parkfläche.

Das Regenrückhaltebecken in Hardensetten kostet 156000 Euro, rechnet man die geplante Gestaltung des Mühlenteichs und des Salzbaches für 222000 Euro hinzu, entstehen Kosten von 314000 Euro. Die Hälfte fließt, so hofft man, als Fördergeld in die Laerer Gewässer.

Der Landkreis plant, in den kommenden beiden Jahren die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 338 in Remsede, also die Hauptstraße, zu sanieren. Die Dorferneuerungsmaßnahme für die Gestaltung der Ortsdurchfahrt könnte direkt daran anschließen, Bad Laer rechnet mit Kosten von 350000 Euro, davon 175000 Euro Zuschuss aus dem Fördertopf.

Um die geplante Bebauung eines Grundstücks an der Kleistraße geht es im Tagesordnungspunkt „Bebauungsplan Nr. 109 ,Am Blomberg Teil IV‘, Bestätigung der ursprünglichen Planungsabsichten“. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Ausschuss die Planungsabsichten, dass dort ein- und zweigeschossige Einzel- oder Doppelhäuser mit insgesamt um die 20 neuen Wohneinheiten entstehen können, bestätigt. Anlass: Der Eigentümer eines großen Grundstücks möchte ein Doppelhaus mit jeweils sechs Wohnungen bauen. Nachbarn finden die Planung überdimensioniert.

Keine Mehrheit

Die Gemeinde muss nun zu dem eingereichten Bauantrag eine Stellungnahme abgeben. Im Verwaltungsausschuss fand sich keine Mehrheit für ein Planänderungsverfahren. Deshalb soll nun der Fachausschuss die ursprünglichen Planungsabsichten bestätigen.

Schließlich geht es auch um die Stadtsanierung: Hier schlagen die Erneuerung der Iburger, Glandorfer und Warendorfer Straße sowie des Rathausumfeldes durch einen neuen Unterbau und ein Klinkerpflaster mit 850000 Euro zu Buche. Ein Drittel wird gefördert.