Menü mit vielen Glücksmomenten Benefizessen der evangelischen Kirchengemeinde Bad Laer

Von Anke Schneider


Bad Laer. Glück gibt es nicht, es gibt nur glückliche Momente, sagt ein chinesisches Sprichwort. Einen dieser Momente erlebte Pastor Reinhard Keding am Freitagabend beim Benefizessen in der Dreifaltigkeitskirche. 68 Gäste waren seiner Einladung zum Schmausen zugunsten der evangelischen Jugendarbeit gefolgt.

Es war das neunte Benefizessen , das der evangelische Pastor initiierte, und es hat sich zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt. Im Wesentlichen werden von den rund 1500 Euro, die nach Abzug der Kosten übrig bleiben, die jungen Menschen im freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) finanziert, für die die kleine Gemeinde pro Kopf 3000 Euro jährlich ausgeben muss.

Für Keding war es das letzte Essen, das er organisiert hat. Zum Jahresende will sich der Bad Laerer Pastor zur Ruhe setzen.

„’Glück‘ ist in diesem Jahr das Motto der evangelischen Kirchengemeinde“, sagte Reinhard Keding bei der Begrüßung. Zu Beginn und auch zwischen den Gängen des fünfteiligen Menüs ließ er die Gäste immer mal wieder an seinen Gedanken zu dem Gefühl teilhaben, dem so viele hinterherjagen.

Im menschlichen Körper seien Aminosäuren die eigentlichen Glücksboten. Eiweißmangel sei oft Schuld an hormonellen Engpässen. Ein echter Eiweißkiller sei Stress, so Keding. Gutes Essen hingegen fördere das Wohlbefinden. „Heute bekommen Sie alles, was ihr Glückssystem braucht“, versprach er.

Das Team der Auszubildenden der Westerwieder Bauernstuben hatte sich in der Tat alle Mühe gegeben, den Gaumen der Gäste zu verwöhnen. Vorspeise, Suppe, Fisch, Hauptgang und Dessert fanden sich auf der Speisekarte.

Für wohlige Hintergrundmusik sorgte das Quartett „Just in time“ mit Beate Hauptstein am Mikrofon, Kai Langer am Keyboard, Rüdiger Hauptstein an der Gitarre und Christian Dawidowski am Schlagzeug. Die stimmungsvoll geschmückte und beleuchtete Kirche rundete das Benefizessen ab.

Zu den Gästen des Pastors zählten Glandorfs Noch-Bürgermeister Franz-Josef Strauch mit Gattin Margret, seine Nachfolgerin Magdalene Heuvelmann und auch der künftige Bad Laerer Bürgermeister Franz Vollmer.

Zu den Gästen gehörten auch Freunde von Reinhard Keding aus Bremen und Wiesbaden, die er in Namibia kennengelernt hatte. In Afrika, so verriet Keding, werde er nach seinem Eintritt in den Ruhestand drei Monate verbringen.

Am Ende des fast schon romantischen Fünf-Gänge-Menüs wurde der Tischschmuck versteigert. Der Erlös fließt ebenfalls in den Spendentopf. Jeder Gast bekam ein kleines Marzipanschweinchen und einen Schokoladenpfennig mit nach Hause. Als Erinnerung an einen glücklichen und gelungenen Abend.