Verhandlungen über Verkauf Aus der TWE-AG wird eine GmbH

Von Stefanie Adomeit

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Bad Iburg/Bad Laer. Die Teutoburger Wald-Eisenbahn hat ihre Gesellschaftsform geändert. Die Aktiengesellschaft ist Geschichte, die TWE firmiert jetzt als Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gleichzeitig laufen Verhandlungen über den Verkauf der TWE-Trasse, die dem französischen Konzern Captrain gehört. Die Rhein-Sieg-Eisenbahn (RSE) hat Interesse an der Strecke.

Hinter den Kulissen ist die Rede von einem negativen Verkaufspreis von zwei Millionen Euro, die der potenzielle Käufer von der TWE erhalten würde, hat diese die Trasse doch über Jahre vernachlässigt. Ein Zugverkehr ab Bad Iburg ist schon lange nicht mehr möglich.

Captrain hatte vor einem Jahr angekündigt, sich von den Streckenabschnitten in den Landkreisen Osnabrück und Steinfurt trennen zu wollen. Die RSE aus Bonn hat Interesse am nördlichen Teil der Strecke zwischen Versmold und Ibbenbüren. Ziel: die Reaktivierung für den Tourismus- und Güterverkehr.

Wie ein Sprecher des Landkreises Osnabrück bestätigt, wartet man im Kreishaus im Moment darauf, dass ihm die Rhein-Sieg-Eisenbahn ihr Konzept für die Übernahme der Trasse vorstellt. Dass die Strecke touristisches Potenzial hat, zeigen zwei Studien des „Aktionsbündnisses pro TWE“ zur „Ausflugsbahn Teuto-Express“.

Dass die TWE jetzt als GmbH firmiert, so die Unternehmenszentrale in Berlin, habe den Vorteil, dass Kosten für Verwaltung und Struktur sinken. Die Umwandlung habe einen rein gesellschaftsrechtlichen Charakter und keine Auswirkungen auf Betrieb, Kunden oder Arbeitsplätze. Geschäftsführer sind die vormaligen Vorstände Thomas Kratzer sowie Reiner Woermann. Captrain machte 2013 einen Umsatz von 243 Millionen Euro.