Radtour zu blühenden Oasen Tag des offenen Gartens lockt Scharen nach Bad Laer

Ruhepause auf der Trockenmauer: Aus Glandorf pilgerten Cäcilia Wiewel und Hanne Lefeld (Mitte) in den Garten von Annette und Josef Hülsmann. Foto: Petra RopersRuhepause auf der Trockenmauer: Aus Glandorf pilgerten Cäcilia Wiewel und Hanne Lefeld (Mitte) in den Garten von Annette und Josef Hülsmann. Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Radler beherrschten das Ortsbild von Bad Laer. In kleinen Gruppen pilgerten sie kreuz und quer durch den Kurort: Insgesamt zehn Gärten öffneten auf Initiative des Museumsvereins für interessierte Gartenfreunde ihre Pforten.

Die Radeltour zu blühenden Oasen hat in Bad Laer bereits Tradition. Und ihr guter Ruf reicht über die Grenzen des Kurortes hinaus. Von Glandorf aus machten sich deshalb Cäcilia Wiewel und Hanne Lefeld auf den Weg – natürlich per Fahrrad, denn das gehört genauso dazu wie die Kaffeepause in Remsede und der Abstecher zur Wegekapelle in Müschen. Dazwischen erwartete die Radler ein breites Spektrum liebevoll gepflegter Gärten.

Die gärtnerische Fantasie ist dabei nicht an Quadratmeter gebunden. Kleine Siedlungsgärten fanden sich deshalb ebenso auf der sorgsam ausgearbeiteten Route wieder wie nahezu parkartige Anlagen. Erlaubt ist im Garten, was gefällt: Zum Schutz vor Wind und dem Geräuschpegel vorbeifahrender Autos legten Annette und Josef Hülsmann etwa ihre Terrasse tiefer und umgaben sie mit einer Trockenmauer aus Ibbenbürener Sandstein. In dem so geschaffenen Naturraum ließen sich auch die Besucher gerne nieder.

Kleine Nischen, verborgene Wege und lauschige Sitzplätze luden unterdessen im Garten von Brigitte Reichelt und Ariane Haarmeier zu einer Entdeckungsreise durch üppig blühende Natur ein. Ein Rausch aus Farben und Blütenformen entfaltet sich auf dem Hang am Blomberg. Dabei darf die Natur durchaus auch einmal ihre eigenen Wege gehen. Klare Strukturen und kreative Gestaltungselemente verwandeln dagegen den Garten von Familie Többe in Remsede in ein sorgsam gepflegtes Gesamtkunstwerk.

Eine Kirche aus Buchsbaum, eine sanft geschwungene Brücke über die von geheimnisvollen Kunstnebel-Schwaden überzogene Teichanlage, ein kunstvoll geschnitzter Greifvogel auf dem Ansitz: Überraschende An- und Ausblicke warteten buchstäblich hinter jeder Wegbiegung. Zum ersten Mal präsentierte sich das aufwendig gestaltete Schmuckstück im Rahmen der offenen Gärten den faszinierten Besuchern.

Der geistlichen Kunst blieb auf der Garten-Radtour die Müschener Wegekapelle vorbehalten. Ikonen des Füchtorfer Künstlers Johannes Fugel luden dort zu einer besinnlichen Pause ein. Allen teilnehmenden Gartenbesitzer galt unterdessen der ausdrückliche Dank des Museumsvereins. Denn ohne ihr Engagement und ihre Bereitschaft, ihre privaten Oasen zu öffnen, wäre die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung nicht denkbar.


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