Einsatz für DLRG und Feuerwehr Bad Laer: Tresor mit Schulheften aus Heideseen geborgen


Bad Laer. Tresor-Bergung, die Zweite: Nach dem erfolgreichen Bergen eines gestohlenen Wandsafes am Morgen des Heiligen Abends aus einem Regenrückhaltebecken in Dissen-Aschen hatte am Montag ein erneuter Einsatz der DLRG-Rettungstauchgruppe Dissen-Bad Rothenfelde ein anderes Kaliber. Das machte die zusätzliche Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr notwendig.

Es galt, einen geschätzt zwischen 130 und 150 Kilogramm schweren Tresor nahe dem Kalvarienberg zwischen Bad Laer und Glandorf in Höhe Schierloh aus dem Heidesee zu holen, der dort in 2,50 Meter Tiefe liegen musste. Willi Rahe, Vorsitzender der Gruppe Teutoburger Wald der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung (NWA), die dort Pächter der Seen ist, hatte bei einer routinemäßigen Umrundung des Gewässers auf der Wasseroberfläche und am Ufer Papiere entdeckt, die als Zeugnishefte der Städtischen Realschule Sassenberg zugeordnet werden konnten.

Dass diese aus dem Schultresor stammten, bewahrheitete sich nach polizeilicher Erkundigung schnell, denn in der Sassenberger Schule war tatsächlich nur wenige Tage vor Weihnachten ein solcher Tresor nach einem Einbruch geraubt worden. Doch so einfach wie an Heiligabend in Dissen-Aschen war der erneute Einsatz am Heidesee nicht. Der schwere Safe war über eine etwa acht Meter hohe, steile Uferböschung hinunter gestoßen worden und lag nun in 2,50 Meter Wassertiefe.

Nachdem die Suche der DLRG Dissen-Bad Rothenfelde in Person des Rettungstauchers Sven Striewski in dem trüben Wasser Erfolg hatte, kam die Freiwillige Feuerwehr Bad Laer zum Einsatz. Stellvertretender Gemeindebrandmeister Bernhard Reckwerth und zwei Kollegen brachten ihren Rüstwagen in Stellung und hievten den Tresor – nachdem er von Striewski im Wasser am Stahlseil festgemacht worden war – mittels der Seilwinde die steile Böschung empor.

Oben angekommen, zeigte es sich, dass es sich tatsächlich um die Sassenberger Beute handelte, denn aus der aufgebrochenen Rückwand kamen zunächst weitere Zeugnishefte mit dem Vermerk 12/13 zum Vorschein. Was sich sonst noch im Tresor befindet, wird sich nun durch die nachfolgende kriminaltechnische Untersuchung ergeben. Erst einmal kam der Safe auf Anordnung der Polizei zum örtlichen Bauhof. Nach knapp anderthalb Stunden war der Einsatz von DLRG, Feuerwehr und Polizei bei eisigen Temperaturen beendet.


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