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Die Zukunft lässt auf sich warten Heideseen in Bad Laer sollen Touristen locken

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<em>Hier wurde bereits Sand abgebaut:</em> Die Heideseen könnten durch den geplanten Sandabbau bald Gesellschaft von einem weiteren Gewässer bekommen. Foto: Archiv/HehmannHier wurde bereits Sand abgebaut: Die Heideseen könnten durch den geplanten Sandabbau bald Gesellschaft von einem weiteren Gewässer bekommen. Foto: Archiv/Hehmann

Bad Laer. Die Heideseen in Hardensetten sehen idyllisch aus. Kein Wunder also, dass das Gebiet touristisch erschlossen werden soll. Das Schwimmen in den Seen ist aber gefährlich.

Stille Wasser sind tief. Dieser Spruch ist im Fall der Heideseen im Bad Laerer Ortsteil Hardensetten eine traurige Wahrheit. Mehr als 15 Menschen sind in den Gewässern schon ertrunken. Trotz des Bade- und Betretungsverbotes gehen in warmen Sommern vor allem jüngere Menschen dort schwimmen. Das ist gefährlich. Denn die bis zu 15 Meter tiefen Heideseen sind sehr riskant.

Das liegt an den Untiefen, durch den Sandabbau an den Seen. Die Heideseen sind nicht natürlich entstanden, sondern eben durch die Förderung von Sand und Kies. 80 Hektar Wasserfläche gibt es bislang. Insgesamt gehören vier Seen dazu. Zu sehen sind die westlichen Baggerseen: ein kleiner, der oben auf dem Bild fast hinter Bäumen verborgen ist, und ein größerer. Darunter folgt ein weiterer See, an dem immer noch Sand abgebaut wird.

Die Gemeinde Bad Laer will die Heideseen in Zukunft als touristisches Gebiet nutzen. Die Idee wird schon seit den 70er-Jahren immer wieder diskutiert. „Keine Planung erst für das Jahr 2000“, lautete etwa eine Überschrift in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 3. April 1980. Inzwischen dauert die Planung aber sogar noch länger. Aufschwung hat die Idee aber vor eineinhalb Jahren durch einen Masterplan bekommen. Baumhäuser und Wassersiedlungen sind darin etwa vorgesehen. Denn das einfache Campen in Wohnwagen und Zelten ist nicht mehr so angesagt wie früher.

Die östliche Seenhälfte ist in diese Planungen nicht einbezogen, ebenso wenig der kleine See im Westen, der dem Niedersächsisch-Westfälischen Anglerverein gehört. Das Südufer der Seen steht außerdem unter Naturschutz.

Die Planer hoffen, dass es durch einen geordneten Badebetrieb deutlich weniger Unfälle gibt. Doch noch müssen Investoren für ein touristisches Gebiet an den Seen gefunden werden. Auch die Planungen für die Erschließung sind langfristig angelegt. Es wird also noch eine Weile dauern, bis die ersten Touristen da sind.

Dieses Motiv ist in den Osnabrücker Geschäftsstellen der Neuen Osnabrücker Zeitung in der Großen Straße und am Breiten Gang erhältlich. Ein Abzug (20 x 30 cm) kostet 14 Euro, das Format 40 x 60 cm 26,50 Euro.


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