Zur Bad Laerer Ortsgeschichte Historischer Kalender 2020 würdigt Buchhandlung Bilik

Im Atelier des Kunstkreises stellten Anni Bilik, Martina Görtz, Birgit Horn, Stephan Niebrügge und Regina Mittelstedt den Kalender für 2020 vor. Foto: Petra RopersIm Atelier des Kunstkreises stellten Anni Bilik, Martina Görtz, Birgit Horn, Stephan Niebrügge und Regina Mittelstedt den Kalender für 2020 vor. Foto: Petra Ropers

Bad Laer. Der neue Kalender zur Bad Laerer Ortsgeschichte ist da: Zum dritten Mal lädt der Kapellenverein Müschen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Heimatmuseum zu einem bebilderten Streifzug durch vergangene Zeiten ein.

Im Atelier des Kunstkreises Bad Laer stellte Stephan Niebrügge, Vorsitzender des Kapellenvereins, den Kalender 2020 vor. Die Wahl der Örtlichkeit war wohlüberlegt. Denn zum ersten Mal waren auch zwei Mitglieder des Kunstkreises an der Gestaltung des Kalenders beteiligt. Dessen Deckblatt stand eigentlich schon fest, als Stephan Niebrügge kurz vor der Drucklegung die Idee kam, aus aktuellem Anlass die Buchhandlung Bilik für ihr mehr als 70-jähriges Engagement im Ort in besonderer Weise zu würdigen.

Zwei Kunstwerke als Deckblätter

Er wandte sich an den Kunstkreis, dessen Vorsitzende Birgit Horn umgehend Kontakt mit den Künstlern aufnahm. Regina Mittelstedt und Martina Görtz nahmen gerne die Anregung auf und kreierten in kürzester Zeit zwei Kunstwerke, die nun – eins auf der DIN-A3-Ausgabe des Kalenders, das andere auf dem Aufstellkalender im Postkartenformat – die Deckblätter zieren. Für den großen Kalender schuf Regina Mittelstedt im Stil einer kolorierten Zeichnung eine Außenansicht mit nostalgischem Flair.

Der Blick ins Schaufenster, den Martina Görtz für den kleinen Kalender malte, sei eigentlich nur ein Entwurf gewesen: „Ich hatte noch große Pläne damit“, verriet die Künstlerin schmunzelnd. Doch der erste Entwurf kam bereits bestens an. Und die Zeit für beide Bilder drängte. Die Farben waren wortwörtlich noch nass, als sie für den Druck fotografiert wurden.

Die Kalenderblätter selbst zeigen einmal mehr alte Ansichten aus Bad Laer. Ungezählte Male griff Stephan Niebrügge im Vorfeld zum Telefonhörer, um interessante Fotografien aufzustöbern. Viele alteingesessene Laerer blätterten für das Projekt durch ihre privaten Fotoalben. Das Ergebnis ist ein fotografischer Rückblick, der echte Schätze bereithält – darunter etwa die Ansicht des Ortskerns im Bahnhofsbereich, die zeigt: Bad Laer war einst kaum größer als seine Ortsteile.

Alle Ortsteile vertreten

Wie stark die zunehmende Bebauung den Ort verändert hat, beweist auch eine Aufnahme des alten Standortes der Firma Fahrzeugbau Heinrich Wellmeyer. Zu erkennen ist darauf in scheinbar weiter Ferne auch das Maria-Elisabeth-Haus. Zwischen beiden breiten sich noch die Felder und Wiesen aus. Schützenkönig Heinrich Redecker vor seiner Gastwirtschaft in Hardensetten, die alte Wirtschaft „Tante Paula“ in Müschen: Auch in der dritten Auflage des historischen Kalenders sind alle Ortsteile vertreten.

„Aber ohne Stephan Niebrügge würde es den Kalender nicht geben“, hob Anni Bilik hervor, die gerne zur Präsentation ins Atelier des Kunstkreises kam. Die Kalender sind – im DIN-A3-Format zum Preis von 13 Euro, DIN A5 für 5 Euro – zu haben in der Buchhandlung Bilik sowie beim Sterntalermarkt am Stand des Kapellenvereins.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN