Reiterjagd mit Duftspur und ohne Schuss Vierte Schleppjagd des Reiterhofs Stockmann in Bad Laer

Das Jagdessen ist fester und beliebter Bestandteil bei Stockmanns Schleppjagd. Die Teilnehmer tauschen sich dabei gerne über die Erlebnisse die sie zu Pferd im Gelände gemacht haben aus. Hier stößt das Foxhound-Team mit dem Jagdherrn auf die gelungene Reitsport-Veranstaltung an: (von links) Reinhold Markfort, Jagdherr Franz Stockmann, Detlef Wegner, Ina Rohde, Bernd Vollmer und Beate Rehr. Foto: Carolin HlawatschDas Jagdessen ist fester und beliebter Bestandteil bei Stockmanns Schleppjagd. Die Teilnehmer tauschen sich dabei gerne über die Erlebnisse die sie zu Pferd im Gelände gemacht haben aus. Hier stößt das Foxhound-Team mit dem Jagdherrn auf die gelungene Reitsport-Veranstaltung an: (von links) Reinhold Markfort, Jagdherr Franz Stockmann, Detlef Wegner, Ina Rohde, Bernd Vollmer und Beate Rehr. Foto: Carolin Hlawatsch

Bad Laer. Jagdherr Franz Stockmann rief am Samstag zur vierten Schleppjagd rund um seinen Reiterhof in Bad Laer. 40 begeisterte Reiter, die „Equipage“ mit ihren 25 passionierten Foxhounds sowie zahlreiche Gäste folgten seiner Einladung.

Auf einer Strecke von insgesamt 16 Kilometern ging es über das Gelände, durch Wald, über Wiesen und Felder und hin und wieder auch über Hürden oder durch einen Bach. Allen voran ritten zwei ortskundige Schleppenleger, die aus Kanistern in ihren Satteltaschen Heringslake tröpfeln ließen. Dieser Duftspur, der sogenannten „Schleppe“, folgten die Irish Foxhounds der Warendorfer Meute. Die Hunde wiederum wurden verfolgt von den Reitern und zwei Kutschen.

Die Schleppjagd-Gesellschaft setzt sich aus verschiedenen Gruppen zusammen. Meutehunde und deren Führer bilden die sogenannte „Equipage“. Foto aus 2018: Carolin Hlawatsch

Interessierte Besucher hatten die Möglichkeit das Spektakel vom Planwagen aus mitzuverfolgen. Vier dieser Wagen rollten dieses Mal vollbesetzt an die Feldränder, damit das Publikum die Reiter, die vorrangig rote und blaue Jagdröcke trugen, vorbei galoppieren sehen konnte. Auf einem der Wagen staunte der amtierende Schützenthron des Bürgerschützenvereins Bad Laer. War die Warendorfer Meute mit ihren Hundeführern (Equipage) doch 2018 im Schützenumzug mitgelaufen, so wollten die Schützen nun die Foxhounds einmal bei ihrer leidenschaftlichen Arbeit erleben.

Im Rund der Reiter werden die Hunde am Ende der Schleppjagd für ihre Arbeit belohnt. Die Meute bekommt Pansen, der als „Curée“ sinnbildlich für das erlegte Wild steht. Früher, als bei Schleppjagden noch Wild getötet wurde, bekamen die Hunde die Innereien der Jagdbeute kredenzt. Foto: Judith Thele

Schleppjagden beruhen auf alter Tradition. Heute kommt aus Tierschutzgründen In Deutschland dabei kein Wild mehr zu Fall. Nach rund drei Stunden trafen die Reiter wohlbehalten am Ausgangspunkt, dem Hof Stockmann ein, um sich bei einem Jagdessen zu stärken und über das Erlebnis auszutauschen. Auch die Foxhounds hatten sich eine Belohnung verdient. Sie bekamen Rinderpansen, der als „Curée" sinnbildlich für das erlegte Wild steht. Franz Stockmann dankte den Teilnehmern und auch den Landeigentümern, die ihre Flächen für die Schleppjagd freigegeben hatten.

Mit Planwagen wurden die Besucher zu Beobachtungsstellen gefahren, von denen aus sie dem vorbeieilenden Jagdtross zusehen konnten. Foto: Carolin Hlawatsch


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